= 334— les Anſehen. Der Koͤnig, von einigen Officieren begleitet, war zugegen.
Bey unſerer Ruͤckkehr ſtieg ein Soldat auf den Bock der Diligence am Thor von Berlin, und da wir dicht vor unſerm Hotel vorbeyfuh⸗ ren, riefen wir dem Poſtillion zu, uns ausſtei⸗ gen zu laſſen, aber der Soldat wollte dieß nicht zugeben, und als wir es dennoch verſuchten, ſprang er herunter, zog ſein Bajonet, und rief die Wache, worauf wir uns, nicht ohne Ueber⸗ raſchung, unterwarfen, nach dem Poſthauſe am andern Ende der Stadt gefuͤhrt zu werden, wo man uns ruhig ausſteigen ließ.
Ich gieng den fuͤnften November von dort mit der Poſt ab, die ich aber nicht ſo gut, als die Potsdamer Journaliere fand, nahm daher Extrapoſt und kam uͤber Perlberg nach Schwerin, im Herzogthum Mecklenburg. In dieſem kleinen kornreichen Lande iſt die Extrapoſt ſehr theuer, denn fuͤr fuͤnf deutſche Meilen mußte ich ſieben Thaler und zwey gute Groſchen bezahlen. Ich rathe Jedem, in Perlberg einen Fuhrmann bis nach Luͤbeck zu miethen, man wird bedeutend da⸗ bey gewinnen. Ein wenig jenſeits Grabow kam ich vor einem ſchönen Luſtſchloſſe des regierenden Herzogs vorbey, welches von einem ſehr huͤb⸗ ſchen Dorfe umgeben iſt. Schwerin iſt eine an⸗
2₰


