— 330—
laſt; ſeine Fronte iſt mit korinthiſchen Saͤulen geſchmuͤckt, und das Hauptgebaͤude von rothen hollaͤndiſchen Backſteinen erbauet: der Saal war eine prachtvolle gewolbte Grotte, die aus Kry⸗ ſtallen, Korallenzweigen und Muſcheln beſtehet, und Quellen enthalt, die mit gleicher Eleganz und Neuheit eingerichtet ſind. In Betreff des Baues dieſes außerordentlichen Zimmers hatte der Konig mit ſeinem Lieblingsarchitekten einen
heftigen Zwiſt; dieſer beſtand naͤmlich darauf,
es ſollte ein Vorſaal werden, jener hingegen, daß es eine Grotte wuͤrde; die uͤbrigen Zimmer waren ungemein huͤbſch. Von hier begaben wir uns nach dem zwey Meilen weit entlegenen
kleinen Marmorpallaſte, den Friedrich der Große von ſchleſiſchem Marmor und hollaͤndi⸗
ſchen Backſteinen hatte auffuͤhren laſſen; er ge⸗ fiel mir mehr, als Petit Trianon bey Ver⸗ ſailles. Der Weg nach dem Pavillon iſt an den Seiten mit kleinen laͤndlichen Wohnungen
beſetzt, die mit Stauden umgeben ſind; links ſiehet man eine große elegante Orangerie, mit
einem anſehnlichen Ballzimmer im Centro; die
Waͤnde ſind mit Spiegeln bekleidet, und an je⸗
der Seite befindet ſich ein Ausgang, der in Al⸗ leen von Orangen: und Citronenbaͤumen fuͤhret;
rechts liegen die Kuͤchen, die das Anſehen der
—


