Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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ſie unternahm nichts, ohne das Anſehen zu ha: ben, ſeinen Rath zu hören; ſie lud ihn nach Pe⸗ tersburg ein, und ſtellte das Modell ſeines Hau⸗ ſes zu Ferney in die Heremitage. Friedrich ſuchte ihn mit Begierde auf. Warum gaben ſich die beyden ausgezeichnetſten Potentaten ihres, und vielleicht jedes andern Jahrhunderts, ſo viel

Muͤhe um ihn? Weil ſie wol wußten, daß die

Feder eines ſolches Genies ihren Handlungen jede Farbe leihen, ihren Ruhm abmeſſen, oder erhoͤhen konnte.

Die Gaͤrten von Sans⸗Souci ſchienen ſehr huͤbſch eingerichtet zu ſeyn; aber es war keine Zeit dazu, blaͤtterloſe Lauben und Alleen, denen

das ſchoͤne Gruͤn abgieng, zu betrachten.

Die Fagade von Sans Souci gegen die Ebenen hin iſt ſehr huͤbſch; gegen die Terraſſe hat ſie ein ſchwerfälliges Anſehen, ſie ſcheint hier mehr einem großen geſchmackloſen Gewaͤchshauſe, als einer koͤniglichen Reſidenz, anzugehoͤren. Von

Sans⸗Souci fuhren wir durch einen herrlichen

Park nach dem ungefaͤhr anderthalb engliſche Meilen weit entfernten neuen Pallaſte. Wir gien⸗ gen durch zwey große Neben, und Haushaltungs⸗ gebaͤude, durch eine elegante halbeirkelföͤrmige Kolonnade von acht und achtzig Saͤulen mit ein⸗ ander verbunden, und traten hierauf in den Pal⸗