Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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ſchichte angehoͤrt, und eine kleine Kollekte fuͤr ihn angeſtellet, uͤberließen wir uns dem Schlafe, ſo viel es die Fliegen erlaubten. Des Morgens waren keine Poſtpferde zu bekommen, da der Wind gegen uns, und das Poſthaus noch acht Meilen entfernt war.

Wir warteten nun mauf eine gluckliche Ver⸗

aͤnderung, und ich faßte den Entſchluß, etwas

in der Gegend umherzuſtreifen, und beſtieg, nach einer bedeutenden Anſtrengung, einen jener Sand⸗ huͤgel, die dieſen traurigen Theil des Erdbodens charakteriſiren. Von der Spitze erblickte ich an der einen Seite die Oſtſee, und an deren Ufern die Maſten ohne Taue und den Rumpf eines ge⸗

ſtrandeten Schiffes; auf der andern den See,

auf welchem wir bis hieher gekommen, und vor und hinter mir eine Kette von Sandbergen; meh⸗ rere derſelben hielt ich hundert Fuß hoch, auf deren glaͤnzenden Oberflaͤche das Auge ſich nicht zwey Minuten fixiren kann, ohne dieſelben ſchmerz⸗ haften Empfindungen zu haben, als wenn es auf Schnee ruhet; unten in einem Thale ohne Blaͤt⸗ ter ſtanden zwey elende Pferde, beynahe Skelette. Die Eingebornen dieſer Sandwuͤſte, wie wir nach⸗ her aus einer glaubwuͤrdigen Quelle erfuhren, eſſen lebendige Ahle in Salz getunkt, und ver⸗ ſchlingen ſie, ſo wie ſie ſich mit Angſt um ihre

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