— 10—
in der That eine ganz bezaubernde Scene dar;
auf ihrer romantiſchen Spitze von grauen Fel⸗
ſen fanden wir eine kleine Huͤtte, die ganz mit Tannen, Eſchen und Hohlunderbaͤumen einge⸗ ſchloſſen war, ſo daß man ſie wohl das Baum⸗ neſt haͤtte nennen koͤnnen. Ein Fiſcher, deſſen betagte Mutter, ſeine Frau und ſeine Kinder bewohnten dieſen ſchoͤnen Fleck. Ein kleines Grasfeld, worin ſich eine Kuh naͤhrte, ein ande⸗ res mit Getreide beſaͤet, ein Garten, das Waſ⸗ ſer der Oſtſee, welches das Anſehen eines Sees hatte, gewaͤhrten ihnen alles, was ſie bedurften. Hier ſchien es, als ob das Herz keinen Schmerz mehr haben konnte, als ob der Ehrgeiz das zu ſeyn wuͤnſchte, was wir hier ſahen, um daß
die Liebe ohne Quaal uͤber das Vergangene
nachſinnen koͤnnte. Das Innere der Huͤtte war reinlich und froͤhlich; die gute alte Frau, um welche die Kinder in ihren Hemden ſpielten, ſaß und knuͤtttete bey einem hellen Feuer, und bot unter weißen Haaren ein gegen die ganze Welt friedliches Geſicht dar. Als der Fiſcher vernahm, wir wuͤnſchten etwas zum Abend⸗ eſſen, ſtieg er mit einem wohl ausſehenden und froͤhlichen Geſicht in eine Bucht, wo die Boͤte lagen, um Barſch zu holen, der dort in ei⸗ nen Behaͤlter eingeſperrt war, waͤhrend ſeine
2—— ——————lã
—


