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„ ten Jahrhundert herruͤhren ſoll, auf Pergament, V
⸗ mit vielen ſilbernen und goldenen Buchſtaben,.
t die mit dem Pinſel gemahlt ſind; jene ſind ver⸗
f V blichen, dieſe aber ſehr gut erhalten. Dies Buch
e⸗ V machte einen Theil der literariſchen Beraubung
r. von Prag, im Jahr 1648 aus, und ward vom
e⸗ Grafen Koͤnigsmark an Chriſtina ge⸗
ie ſchickt; ein Hollaͤnder entwandte es dieſer Prin⸗
„. zeſſin, nach deſſen Tode es von einem guten pa⸗
. rriotiſchen Schweden fuͤr zwey hundert funfzig
uf Pfund Sterling gekauft, und der Univerſitaͤt
in zum Geſchenk gemacht wurde.
ie Man zeigte uns einige Merkwuͤrdigkeiten,
a⸗ wovon ich zur Rechtfertigung derjenigen, die
8: G ſie uns vorwieſen, ſagen muß, daß ſie ſich des⸗
ri⸗ halb ſchaͤmten, z. B. die Pantoffeln der heili⸗
en gen Maria u. ſ. w.
u⸗ In einem kleinen Zimmer der Bibliothek⸗
it ſahen wir einen großen Kaſten, der doppelt
en zugeſchloſſen und verſiegelt war, und die Manu⸗ 1
ie ſkripte des ſeligen Konigs enthielt; nach ſei⸗
er⸗ nem Befehl ſoll er nicht eher, als funfzig Jahr
ge nach ſeinem Tode, geöffnet werden. Vermu⸗
er thungen und Erwartungen ſchweben oͤfters uͤber
hr dieſem Kaſten, der ohne Zweifel eines Tages den
er⸗ Schweden Memoiren von vielem Intereſſe, und einen literariſchen Schatz in die Haͤnde geben


