324—
einen Ueberfluß; die Kuͤſten derſelben ſind mit
huͤbſchen Staͤdten, ſchoͤnen Schloͤſſern und gro⸗
ßen holzreichen Domainen beſetzt, indeß nah⸗ men wir auf der Hauptſtraße bis nahe an der Hauptſtadt gar kein Zeichen von einer ſolchen Fuͤlle und Schoͤnheit gewahr; ob es gleich da⸗ mals ſchon den 3ten Junii war, ſo hatten doch die Stachelbeer⸗ und Johannisbeerſträͤuche eben erſt Beeren bekommen.
Auf der erſten Poſtſtation dieſer Inſel tra⸗ ken wir den in Daͤnnemark von uns noch nie geſehenen Schlagbaum, der am Ende jeder daͤ⸗ niſchen Meile errichtet iſt. Da die Wege er⸗ traͤglich gut ſind, ſo iſt wider die Abgabe nichts einzuwenden; ſie betrug fuͤr den Wagen und 4 Pferde 6 ßl. daͤniſch Kourant. Nach einer neueren Verordnung wird dieſer Zoll dem Poſt⸗ meiſter bezahlt, ehe der Reiſende abfäͤhrt, wel⸗
*
ches dann die Unbequemlichkeit zu halten er⸗
ſpart. Der Schlagbaum iſt ſo wie alle andere Barrieren in Norden einfach von einer langen Gtange gemacht.
Die Meilenſteine, die wir hier zum erſten Male im Lande wahrnahmen, ſind aus Gra⸗ nit in Geſtalt eines ſchönen Obelisks gemacht;
ſie zeigen die Meilen und halbe Meilen, und enthalten die Namen von Chriſtian, und zu


