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ging ruhig in ein anderes Zimmer und als man ihm auf ſeine Bitte einige Augenblicke zum Gebete
vergoͤnnt hatte, ward er von den beiden Stummen
erwuͤrgt, und ſein Leichnam in's Meer geworfen. „Ich kam an dem naͤchſten Abende ſprach Anſelae, aus Sidon zuruͤck, und ſah einen Leichnam, den das Meer an's Ufer geworfen hatte, und als ich naͤher kam, erkannte ich meinen Freund und Lands⸗ mann, den Miniſter, deſſen grauſamer Tod mir noch unbekannt war.“ Dieſer arme Mann begab ſich mit den Seinigen nach Beirut, unter den Schutz des Conſuls, da er glaubte, der Paſcha moͤchte es ſich einfallen laſſen, eben ſo mit ihm um⸗
zugehen, und ihm ſein Vermoͤgen zu nehmen. Dſchezzar wurde der Schlaͤchter genannt, und
zwar auch darum, weil er ein ſehr ſcharfſchneidiges kleines Beil in dem Guͤrtel trug, und er machte ſich zuweilen das Vergnuͤgen, hinter einen Verbre⸗ cher oder auch— was ihm ziemlich gleichgiltig war— einen Unſchuldigen zu treten, und von hin⸗ ten einen Streich zu fuͤhren, der den Armen augen⸗ blicklich von allen Sorgen frei machte. Als Dſchez⸗
zar einſt abweſend war, um die Mekka⸗Karawane
durch die Wuͤſte zu geleiten, wußte ſein Neffe, Su⸗ leiman, den Weg in's Harem zu finden. Der Pa⸗ ſcha entdeckte bei ſeiner Nuͤckkehr, was geſchehen war, zog ſeinen Dolch und ermordete mit eigener
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