Teil eines Werkes 
3. Th. (1826)
Entstehung
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Hand mehre ſeiner Weiber.) Die Pforte verſuchte mehrmahl, ihn aus dem Wege zu raͤumen; aber keiner der Kapidſchi Baſchi, die in diefer Abſicht

entſendet wurden, durfte vor dem Paſcha erſcheinen, da dem Richterſpruche des Sultans, wenn derſelbe

einmahl dem Verurtheilten bekannt gemacht worden

iſt, ſelbſt die Leibwache nie Widerſtand entgegenſetzt.

Er empfing ſehr hoͤflich ihre freundlichen Erkun⸗

digungen nach ſeinem Befinden und nach der Lage

ſeiner Statthalterſchaft, und ſorgte dafuͤr, ſie in der

Stille durch Gift aus dem Wege zu raͤumen.

Wir verließen Aka, als wir endlich einen treff⸗ lichen Fuͤhrer gefunden hatten, der ſich anheiſchig machte, uns auf einem Umwege nach Damaſchk zu bringen. Unſer Weg ging uͤber eine große Ebene und am Abende kamen wir nach Ebilene, einem Dorfe, das ſehr angenehm auf einer Anhoͤhe lag, an deren Abhange viele Schafe weideten. Wir er⸗ hielten ein geraͤumiges und hohes Zimmer in der Dorf⸗ herberge und waͤhrend wir eine Pfeiſe zu unſerm Kaffee rauchten, was nach einer Reiſe die groͤßte Er⸗ quickung gewaͤhrt, warteten wir ruhig auf unſer Abendbrot. Es dauerte ziemlich lange, ehe wir es erhielten, und wie gewoͤhnlich beſtand es aus zwei oder drei Gerichten von klein geſchnittenem Fleiſche

*) Man ſehe die lebendige Schilderung dleſer Metzelei bei Anaſtaſius Band z, S. 72 ff.