hen mit ihren Knechten, ihren Kamehlen und vie⸗ len Genußmitteln aus, aber die zahlloſen Schaa⸗ ren der armen Andaͤchtigen, die zu Fuße reiſen, mit dem Entſchluſſe, die Heimat ihres Profeten zu ſehen, muͤſſen ſich auf furchtbare Leiden gefaßt machen. Viele ehrwuͤrdige Greiſe, die ihre Hei⸗ mat und ihre Angehoͤrigen verlaſſen, um durch brennende Sandwuͤſten zu ziehen, haben wenig Hoffnung, die Ruͤckkehr zu erleben, und eine heim⸗ ziehende Karawane gleicht zuweilen einem Heere nach der Schlacht.
In den Straßen Kahira's ſieht man oft eine beſondere Beluſtigung. Zwei leicht gekleidete fette Maͤnner mit breiten lachenden Geſichtern, umkrei⸗ ſen ſich einander, und ſo oft ſie ſich treffen, ver⸗ ſetzen ſie ſich derbe Hiebe in's Geſicht, waͤhrend ſie ein luſtiges Lied ſingen, das ſie mit ſpaßhaften Ge⸗ behrden und Verzerrungen begleiten. Fuͤr den Poͤ⸗ bel iſt dieß ein angenehmes Schauſpiel.
Wir beſuchten eines Tages den Palaſt des Pa⸗
ſcha's in Schubra, der angenehm am Ufer des Nils liegt. In einigen Gemaͤchern ſieht man die ganze Pracht des Morgenlandes. Der Saal war ſehr einladend; koſtbare Ottomanen und Polſter, Springbrunnen und kuͤhle Winkel, alles lockte zu uͤppiger Ruhe und zum Genuſſe. Der Garten war huͤbſch und nach europaͤiſcher Art angelegt. In der Mitte ſtand ein reizender Kiosk unter Baumſchat⸗
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