Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

*ε o A

Nͤd d†nr

.

157

Sandebene umher, und die Araber hatten ſich in Haufen neben einander geſetzt, um ſch mit Rau⸗ chen und Geſpraͤch die Zeit zu vertreiben, waͤhrend mehre ungluͤckliche Sklaven um die Zelte gingen, oder ihre aͤrmliche Mahlzeit bereiteten. Der Anfuͤh⸗ rer, der ohne Zweifel einen Kundmann in mir zu finden hoffte, fuͤhrte mich mit bedeutſamen Ge⸗ behrden und laͤchelnden Blicken in ein großes Zelt, das mit halb nackten ſchwarzen Maͤdchen angefuͤllt war, die in Kahira ihre Herren finden ſollten. Wir nahmen bald Abſchied von der Karawane, und 4 kamen wieder in eine bewohnte Gegend, wo wir eine Geſellſchaft von Landleuten, Maͤnner und Weiber, kanden, die froͤhlich ſingend ſich nahten. Sie wollten, wie es ſchien, ein Gefecht mit kur⸗ zen Knitteln beginnen. Achmets Herz freute ſich bei dieſem Anblicke, und ſeinen Kummer vergeſ⸗ ſend, war er bald in ihrer Mitte, und zeigte große Gewandtheit, als er mit einem langen Stocke mehre Hiebe anstheilte und abwehrte. Nach Son⸗ nenuntergange erreichten wir Monfalut und gingen wieder in unſer Schiff. Nach unſerer Ankunft in Radamuni beſuchten wir den Tempel zu Hermo⸗ polis. Es ſteht davon nur noch die Halle. Ihre Saͤulen ſind von groͤßerem Umfange als an irgend einem andern aͤgyptiſchen Tempel; ſie meſſen drei und dreißig Fuß im Umkreiſe, und ſind ſechzig Fuß hoch, aber nicht ſo hoch als die Saͤulen