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der Koran verbietet, an Gemaͤhlden Gefallen zu ha⸗ ben. Der Profet hatte vielleicht recht, ſeinen Juͤngern Gemaͤhlde und Bilder zu verbieten. Die elenden Abbildungen der Jungfrau und der maͤnn⸗
lichen und weiblichen Heiligen in den griechiſchen
Kirchen, moͤgen auf die Fantaſie, wenn ſie anders durch ſolche Dinge angeregt werden kann, wohl eben ſo viel Eindruck machen, als die ſchlechten Bildſaͤulen der Katholiken. Die einzige Menſchen⸗ geſtalt, die ich in Griechenland der Anbetung, wenn ich ſo ſagen darf, wuͤrdiger fand, als die Haͤlfte der wunderthaͤtigen Heiligen in ihrem Kalender,
war ein junges Maͤdchen in Tripolitza. Sie lag
im Tode, aber ihre Geſtalt war das ſchoͤnſte Eben⸗ maß ſelbſt. Ihr Vater war ein Prieſter, und ih⸗ re Mutter eine wahrhaft koͤnigliche Frau, eine hohe, kraͤftige, edle Geſtalt, ganz unaͤhnlich ihrer Doch⸗ ter, die ſo klein war, als es ſich mit weiblicher Schoͤnheit nur immer vertrug. Sie lag in einem Gange, um friſche Luft zu athmen. Sie ſprach nicht, aber ihre zarten, wiewohl abgemagerten Eliedmaßen, die ein leichtes Gewand kaum ver⸗ huͤllte, bewegten ſich zuweilen im Todeskampfe, waͤhrend ein haſtiger Ausruf ihr entfuhr und ihr Geſicht von den langen Locken ihres ſchoͤnen Haares verhuͤllt war. Nie zieht ein Weib das Gefuͤhl ſo unwiderſtehlich an, als unter der Gewalt hoffnung⸗ loſen Kummers, und wenn es noͤthig geweſen
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