Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
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welche die Strahlen der Sonne beleuchten, oder dunklere Denkmaͤhler unter Cypreſſenſchatten; aber alles ſo reinlich und heilig gehalten, daß der Ueber⸗ lebende gern der Trauer nachhangt. Hier aber herrſcht tiefe undurchdringliche Finſterniß, und eine Stille, die dazu paßt. Man ſieht nur hier und da eine weibliche Geſtalt auf der Erde ſitzen, und auf dem Grabe ihres Mannes oder Sohnes trauernd; aber ihr Kummer iſt lautlos, und ihr halb verhuͤll⸗ tes bleiches Geſicht ſo wenig reizend als der Tod ſelbſt. Wir verließen dieſen unermeßlichen Begraͤb⸗ nißplatz, ſtiegen den Huͤgel hinab und traten in ein Waͤldchen, wo Tuͤrken im Schatten oder unter Schirmdaͤchern ſaßen, rauchend und plaudernd, oder an einem Poſſenſpieler ſich ergetzend. Der Schauplatz bot einen echt morgenlaͤndiſchen Anblick dar. Er beſtand aus einer Art von Amphitheater, deſſen ſteiler Abhang mit zahlloſen Zuſchauern be⸗ deckt war, die in Reihen auf der Erde ſaßen, und Turbane von allen Farben ſtiegen bis zum hoͤchſten Gipfel hinan. Oben auf dem Ruͤcken des Huͤgels waren Zelte aufgeſchlagen, neben welchen verſchiedene offene Wagen ſtanden, worin verſchleierte Tuͤr⸗ kinnen ſaßen. Der Sultan befand ſich in einem das Feld uͤberſehenden Kiosk, vor welchem ſeine Leibwache aufgeſtellt war. Mehre ſchoͤne arabiſche Renner, praͤchtig angeſchirrt und von Reitknechten gehalten, belebten das Schauſpiel. In einem klei⸗