——
9 ‿
zeiner Landsleute angepaßt! Die Roſenbaͤnke, wor⸗ auf der wahre Glaͤubige niederfinkt, die Palmen, die Pomeranzenbaͤume und die duftenden Zweige, deren ewige Schatten uͤber ihm wehen, die Spring⸗ brunnen, die mit melodiſchem Geplaͤtſcher hinab⸗ fallen, alles wuͤrde ſchal und nichtig ſein, ohne die Maͤdchen von unvergaͤnglicher Schoͤnheit, die ihn dort erwarten.
Das Bairamfeſt hatte angefangen, und wir
gingen, das beruͤhmte Dſcherrid, oder Werfen
ſtumpfer Wurfſpieße, zu ſehen. Es waren unſer ſechs, und drei Janitſcharen begleiteten uns. Ne⸗ ben einem der vorſtaͤdtiſchen Kaffeehaͤuſer, die oft ſehr angenehm liegen, ſahen wir eine Menge klei⸗ ner bunt bemahlter, bedeckter und inwendig mit Deppichen belegter Karren, worin die Tuͤrken ge⸗ maͤchlich ſaßen, und die von Nenſchen geiogen wurden. Es war ein ſehr heißer Tag. Unſer Weg
ging uͤber einen großen Begraͤbnißplatz, der auf
dem Gipfel eines Huͤgels lag, und von herrli⸗ chen Cypreſſen beſchattet war. Die Grabſteine waren hoͤchſtens fuͤnf Fuß boch, und jeder hatte oben ſei⸗ nen Turban und verſchiedene, oft reich vergoldete Inſchriften. Wir konnten nicht umhin, dieſen Be⸗ graͤbnißplatz mit dem ſchoͤnen Kirchhofe des Paters la Chaiſe zu Paris zu vergleichen. Dort alles geſchmackvoll, ſchoͤn und zart; Blumenbeete und Blumengewinde um die zierlichen Grabſteine von wejüem Marmor,
——— d/ 2=·ù
2———,·ͤ„
»»„„„„——/


