Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
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weißen Haͤuſern mit platten Daͤchern am Abhange der Kuͤſte, und unten am Fuße der Anhoͤhe eine Kirche, unſern Dorfkirchen aͤhnlich; auf der andern Seite die hohe romantiſche, aber nackte Kuͤſte Grie⸗ chenlands, uͤber welcher die Sonne mit unbeſchreib⸗ licher Pracht unterging. Die Daͤmmerung iſt hier von weit kuͤrzerer Dauer als bei uns, und der Far⸗ benglanz des Abendrothes bleibt nicht ſo lange am Himmel, wiewohl er milder und zarter iſt. Das ſehr bohe griechiſche Kuͤſtenland mit ſchoͤn bewalde⸗

ten Bergen lief bis zu den Vorgebirgen Colonna

und Negroponte, und im fernen Hintergrunde er⸗ hoben ſich Schneegebirge. Die Inſeln Mitylene, Ip⸗ ſara und endlich Tenedos erſchienen, und es zeigte ſich die Kuͤſte von Troja. Unſre Blicke aber wurden von dem oͤſtlichen Lande angezogen, dem wir uns nun ſchnell naͤherten. Der Eingang der Dardanel⸗ len oͤffnete ſich uns und einigen Schiffen, die vor uns her ſegelten, als das Geſchuͤtz der Veſte uns ankuͤndigte, daß nicht friedliche Zeit war. Eine tuͤrkiſche Fregatte befahl uns, der Kaͤſte nahe zu

kommen. Unſer Kapitaͤn verbarg ſein Geld. Zwei Boͤte mit Kriegsvolk und mehren Offtzieren waren

auf beiden Seiten unſeres Schiffes; ſie wollten aber

nur wiſſen, ob wir etwa den Griechen Kriegsbe⸗

darf zufuͤhrten, und erlaubten uns endlich, unſere

Fahrt fortzuſetzen.

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