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I. Konſtantinopel.
Wa erreichten Pera bei Konſtantinopel nach ei⸗ ner gluͤcklichen Fahrt von achtzehn Tagen. Das Schlimmſte, was uns unterwegs begegnete, war eine Windſtille von vier Tagen, die eintrat, als wir Sardinien aus dem Geſichte verloren hatten. Waͤhrend dieſer langweiligen Zeit ſaßen wir mißmu⸗ thig und krank auf dem Verdecke, und ſahen nichts als den Himmel und die Waſſerwuͤſte. Am fuͤnften Tage erhob ſich ein angenehmer Wind, und Krank⸗ heit und Langweile waren voruͤber. Morea lag vor
uns, und ſeine hohen Kuͤſten zogen unſere Blicke
an; dann zeigten ſich die Inſeln Cerigo und Milo. Der Himmel hat auf dem mittellaͤndiſchen Meere nicht jenes ſchoͤne Blau eines Sommertages in Eng⸗ land, er iſt von graulicher Farbe, die nach dem Nande hin ſehr hell wird, und nie habe ich einen ſo ſchoͤnen Sonnenuntergang geſehen, als ich de⸗
ren einige in England ſah. Einen lieblichen Abend aber genoſſen wir. Die Inſel Zia lag auf der ei⸗ naen Seite; eine ſehr huͤbſche griechiſche Stadt von
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