Teil eines Werkes 
9.-14. Bändchen (1852)
Entstehung
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teEr iſt eingeſchlummert, flüſterte der Alte, indem

te, 5 er ſich aufrichtete; jetzt koͤnnen Sie ſchon ein wenig vorſchauen, mein Fräulein, aber es war gefährlich mit

dem Nastuch zu wehen. Wenn er ſeitwärts aufge⸗

eit ſehen hätte... ich glaube nicht, daß er den Anblick im 4 hätte ertragen können.

m ½ Ein ſchneeweißes Engelsgeſicht beugte ſich jetzt . vollſtändig vorwärts und ein paar gefaltete Händchen te erhoben ſich zuerſt zum Himmel und ſenkten ſich dann

wie zu einem Segen über den Kranken.

Ja, ja, liebes Fräulein, jetzt iſt das Leben qual⸗ er voll, und ich will keinen Vorwurf noch dazu legen, it, nein, ich will das nicht... aber verweilen Sie nicht iſt länger: der Doktor kommt bald und er findet es nicht

gut, wenn er Sie hier ſieht.

t,Ach gönne mir nur einige Augenblicke, ich will an b ſogleich gehen... ich will blos, wie heute Nacht, an en ſeinem Bette knien.

au. Viola, die mehr einem Geſpenſt als einem Menſchen en glich, ſchlich vor und kniete langſam nieder auf dem

4 weichen Teppich. iſt Mit welchen Blicken betrachtete ſie nicht dieſes vom rd 1 Fieberbrand entſtellte Geſicht!

Welche Gewiſſensqualen machte ſie ſich nicht um r⸗ ſeinetwillen! nd O ſie waren ſchrecklich.

e, Und dennoch opferte ſie ihn, ihn, den ſie am höch⸗ 13 4 ſten auf Erden liebte, denn er hatte einen Erſatz in der

ig 4 Gewißheit, daß ſte alle ſeine Qualen theilte, daß ſie ht tauſendfach litt, während ſie ſelbſt es war, die für beide im ddie Hoͤlle geſchaffen.

Und gleichwohl, ungeachtet all des tiefen Weh's,

rt das über ihrem Leben lag, hatte ſie nicht einen einzigen Augenblick in den drei Tagen, die zwiſchen ihrer Hand⸗ irt lung und deren Folgen verfloſſen, Reue empfunden.

¹ 4 Im Fall Severin, wie der Pfarrer und der Doktor, 4 ſie durch Ueberredung und Bitten zu veranlaſſen geſucht