Teil eines Werkes 
4.-8. Bändchen (1851)
Entstehung
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„Und dieſes ſchöne, dieſes liebliche, dieſes zärtliche Weſen wird ſich binnen Kurzem für ewig an mich ſchließen. „Dieſe Seligkeit iſt ſo groß, daß ſie beinah meine Sinne verwirrt... ſie, dieſer reine Engel, begreift meine Leiden nicht. Sie weiß nichts von den brennen⸗ den Stürmen, die durch des Mannes Bruſt toben, wenn er ſo nahe und doch ſo ferne den Himmel ſchaut...

„Wie nutzlos war nicht dieſe Prüfung?— ſie hat mich blos begreifen gelehrt, daß ich nicht einen einzigen Tag, ja kaum einige Stunden ohne ſie leben kann, und daß ich, ſelbſt wenn ſie ſo viele Fehler hätte als ſie Tu⸗ genden beſitzt, dennoch auf meinen Knieen dem Herrn danken müßte für das ſchöne Geſchenk.

„Meine Viola, meine Gattin, meine blendende Soane, die überall für mich ſtrahlen wird, für mich al⸗ lein... wir wollen dieſe Stadt verlaſſen: wir wollen unſre Seligkeit verbergen an einem Orte, wo Niemand, Niemand ſie ſtören ſoll...

„Mein Blut ſtrömt wieder heiß nach dem Kopfe... ich warte keine Woche mehr. Ich würde keine Stunde länger gewartet haben, wenn nicht die arme Jeanne Sophie dieſes Opfer verlangt hätte.“.......

Es bewegte ſich leiſe am Thürſchloß.

„Darf ich hineinkommen?“

Severin war ſo überraſcht, daß er nicht einmal auf⸗ ſtand. Viola ihn hier ſuchen!

Sie trat ein— aber welche Erſcheinung! Severin brauchte blos einen Blick auf ſie zu wer⸗ fen, um einen Ruf des Entſetzens auszuſtoßen.

„Was iſt geſchehen?“

Sie ſchleppte ſich bis zu dem Sofa, wo er ſaß, und ſank zu ſeinen Füßen nieder.

„Viola... Er konnte keinen weitern Ton vorbringen. „Ich bin hieher gekommen,“ ſagte ſie mit leiſer,