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Der Doktor ſah unſchuldig verwundert d'rein— er ſchien ſich an gar Nichts zu erinnern
„Iſt denn nicht mein Zimmer beinahe ein Ge⸗ ſchäftsbureau?“
Auf des Doktors Miene zeigte ſich jetzt ein ſo komiſch einfältiger Ausdruck ſteigender Verwunderung, daß Jedermann außer dem Kriegsrath über ſeine Pan⸗ tomine hätte lachen müſſen.
„Nun aber der Garten.. ℳ
„Ach, ja der tauſend, jetzt bin ich darauf..
„nichts Leichtes nach elf Uhr”“... Aber, Bruder, Du haſt Dich ja auf die Jalouſten verlegt.“ —„Ja ſchöne Jalouſien— ich weiß nicht, wo Laura ſolch ſpinnewebdünnes Zeug herbekommen hat; man hätte ſie aus Futterleinwand machen ſollen, wie ich verlangte, dann wären ſie nicht ſo bequem wie jetzt.“
Der Doktor mußte ſich abwenden, um ein Lächeln zu verbergen. Er dachte an Frau Laura, die mit der Schönheit der kleinen Mündel nicht ſo mißgünſtig war.
„Iſt es nicht impertinent,“ fuhr der Kriegsrath fort,„daß mehrere junge Männer ſich nicht entblödet haben, hier— in dieſem Zimmer, von wo, wie ich hoffte, aller Leichtſinn verbannt ſein ſollte— ſich an's Fenſter zu ſtellen und zwar mit einer Beharrlichkeit, als wären ſie in den Boden feſtgewachſen?“
„So etwas darf wirklich nicht geſchehen, da es Dich verdrießt und jeder Verdruß Deiner Geſundheit ſchadet. Aber da das Kind ſeinerſeits Luft und Be⸗ wegung nicht entbehren kann, ſo beſchließen wir ſtatt deſſen, daß ich jeden Vormittag, wenn ich die Runde bei meinen Patienten vollendet habe, die kleine Viola zu einer Promenade in der neuen Anlage abhole. Dort kann unſere ganze junge Welt ſie ſehen, ohne daß Du damit geplagt biſt, und ich kann Dich verſichern, daß man eine verzweifelte Neugierde hat, das kleine Wun⸗ derthierchen zu betrachten.“


