Teil eines Werkes 
4.-8. Bändchen (1851)
Entstehung
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Ich mache gar keinen Vorſchlag, mein Freund, aber ich weiß, daß man auf einen Mann wie Du biſt, mit kränklichem Körper und in ſich gekehrtem Gemüth für die geſellſchaftlichen Intereſſen nicht rechnet!

Hm!.. gewiß. gleichwohl...

Du haſt Deine Schwägerin, eine ganz paſſende Führerin für die kleine Viola, und dann bleibt Dir noch die Wahl zwiſchen mir and Lars Moritz, die wir, hoffe ich, ganz vollkommene Repräſentanten Deiner eigenen Perſon abgeben können.

Ihr ſeid immer voll Freundſchaft gegen mich.

Und wohin Du uns auch ſtellen magſt, ob als Wirthe, um die Honneurs in Deinem Salon zu machen, ob als väterliche Ciceroni auf Spaziergängen, oder als reſpektable Vormünder bei Soireen und Bällen, wir geloben Dir feierlich, Deinen Platz ſo gut auszufüllen, daß Du in Ruhe das Leben fortſetzen kannſt, welches Du liebſt und an das Du gewöhnt biſt.

Dank, Bruder Dank ich werde nicht er⸗ mangeln, an die Sache zu denken und ſie in Erwägung zu ziehen... wir wollen dann ſpäter ſehen.

Später was haſt Du denn eigentlich in Er⸗ wägung zu ziehen?

Ein Vormund, liebſter Doktor, hat immer viel zu überlegen. Sein Beruf iſt voll von Verantwortung... Che ich einen Beſchluß faſſe, muß ich gründlich mit meiner Mündel ſprechen, was ich allerdings ſchon lange hätte thun ſollen.

Nun, wann wird das geſchehen?

Morgen Mittag zwiſchen fünf und ſechs. Ich gedenke ihr dann zugleich den kleinen Aufſatz zuzuſtel⸗ len, von dem Du weißt.

Aha, ſie hat ihn noch nicht erhalten?

Nein, es war immer Etwas, das ich noch weiter überlegen mußte Aber jetzt muß es geſchehen, denn Du erinnerſt Dich ja... um elf Uhr...