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ob ich eine Familie wiſſe, in der ſie ſchicklicher Weiſe eintreten könnte.“
„Nun ja,“ ſagte der Kriegsrath in etwas gedehn⸗ tem Ton,„ich habe zufälligerweiſe die Sache berührt ... weißt Du eine?“
„Ja, eine Familie, die ich für ganz paſſend halte: Commerzienrath Marbins!“
„Marbins? Commerzienrath Marbins! Sprich
um Gottes Willen, an was denkſt Du denn?“
„Ich denke an das, worüber Du mich gefragt haſt.“ „Die Eltern des Lieutenants Emil?“ „Ja und ebenſo des Lieutengnts Charles— es iſt ein verdammt munterer Junge.“ „Ein Haus mit zwei jungen Söhnen?“ „Ei was! in der ganzen Stadt gibt es keine ach⸗ tungswerthere und geſchätztere Dame, als ihre Mutter.“ „Ganz gut und ſchön, aber..“ „Du ſtößeſt Dich daran, daß ſie die Mutter dieſes
Sauſewinds Charles iſt, der Deine Treppen hinabſpringt,
um Fräulein Holſt zu ſehen.“
„Was ſagſt Du da?“
Der Kriegsrath richtete ſich mit ſolcher Kraft auf, daß ſeine Nachtmütze vom Kopf bis auf die Schulter hinabrutſchte.
„Ei der Tauſend, liebſter Bruder, über was ver⸗ wunderſt Du Dich ſo ſehr?“
„Ueber was ich mich verwundere?“
„Ja— es iſt ja Deine Pflicht als Vormund, in Deinem Haus all' die jungen Männer zu empfangen,
welche Eintritt verlangen: Du kannſt dann Deine Mün⸗
del bei ihrer Wahl um ſo leichter mit Deinen Rath⸗ ſchlägen unterſtützen.“ 4 „Schon gut, ſchon gut, mein Freund..... ich danke Dir... aber in meiner Eigenſchaft als...“ „Als väterlicher Bevollmächtigter, meinſt Du?“ „In meiner Eigenſchaft als derjenige Mann, der über ihre Hand zu verfügen hat, bin ich verpflichtet,


