84
179
Heraus, Du fauler Geſelle und laß uns eine Bootfahrt oder irgend eine andere Zerſtreuung zu Ehren Deiner Mündel veranſtalten.“
„Ja, nimm ſie immerhin unter Deinen freund⸗ ſchaftlichen Schutz, mein lieber Bruder, da ihr offtzieller Beſchützer nichts vermag.“
„Nichts vermag?— nun was iſt denn das?“
„Laß uns zuerſt von dieſem armen Kinde reden... Gibt es hier eine Familie von der Art, daß man da⸗ ran denken kann, die Kleine für die Zukunft bei ihr unterzubringen?“
„Von einer Unterkunft für das Kind können wir nachher reden. Laß mich jetzt wiſſen, aus welcher Ver⸗ unl eſun Du ſchon jetzt auf dieſe Gedanken gekommen i 44
„Aus der allereinfachſten Veranlaſſung: ich beginne
Symptome zu verſpüren, die mir anzukündigen ſchei⸗ nen...“ „Aha, regt ſich dieſes Satanszeug wieder! Hat die Schwägerin einen Traum gehabt, oder hat ſie viel⸗ leicht darüber weinen müſſen, daß die Buben in dem Kartenſpiel Leichenbier getrunken haben?“
„Ich bitte mich mit allen Beleidigungen gegen Laura zu verſchonen,“ antwortete Severin mit einer Reizbarkeit, welche zu erkennen gab, daß das Fieber wirklich ſtark im Anzuge war.
„Nun ſo laſſen wir alſo die Schwägerin bei Seite... rück jetzt mit Deinen Symptomen heraus.“
„Ich, der ich bis jetzt Alles ziemlich klar aufge⸗ faßt habe, finde es auf einmal ſchwer, meine Gedanken in Verbindung zu bringen, und über dieß verliere ich mein Gedächtniß!“
„So Hem... was für Beweiſe haſt Du vorzutragen?“
Severin theilte ihm mit, wie es ihm ſogar bei dieſem höchſt einfachen Fall, als er ſeine Mündel em⸗ pfangen, ſo äußerſt ſchwer geworden ſei, ſich auszu⸗


