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„Gehſt Du ſchon?“ fragte Severin.
„Ja, mein Freund; aber bevor ich es thue, ver⸗ künde ich Dir, daß wir, da Du die Vorſchriften Dei⸗ nes Arztes nicht befolgen und friſche Luft ſchöpfen willſt, morgen früh Dich hinausſtehlen werden, denn wir habens uns in den Kopf geſetzt, daß Du hinaus müſſeſt.“
„Deine Beharrlichkeit überwindet mich. Ich will die Kutſche nehmen; was meinſt Du, Laura?“
„Die Kutſche!“ verſetzte der Pfarrer, ohne die Antwort der Schwägerin abzuwarten— nein, davon iſt keine Rede. Komme heim zu mir: dieſer Weg iſt nicht zu lang, Du kannſt ihn wohl gehen... höre: ich habe auf den Abend einige Freunde, ein Quartett bei mir, das wird Dich beleben.“
„Muſik— biſt Du ein Narr, mein lieber Lars Moritz? Koͤnnen meine Nerven das aushalten?“
„Das eben wollen wir probiren. Wie lange iſt es her, daß Du nicht mehr aus dem Hauſe kamſt?“
„Zwei Monate.“
„Aber während dieſer Zeit haſt Du dennoch alle Tage— wenn ich Deine Gewohnheiten recht kenne, von Morgens fünf bis Mittags drei Uhr gearbeitet.“
„Allerdings! Nach dem Mittageſſen widme ich die übrige Zeit meinen Blumen und, mir ſelbſt— d. h. mei⸗ ner Geſundheit.“
„Aber ſiehſt Du nicht, daß Du, wenn Du hartnaͤckig zehn Stunden gearbeitet haſt..“
„Verzeih' mir, es ſind blos neun. Die Stunde zwiſchen 10 und 11 bringe ich mit dem Frühſtück zu.“
„Nun gleichviel! ſiehſt Du nicht, wiederhole ich, daß Du, wenn Du volle neun Stunden gearbeitet haſt, durch den Aufenthalt in dieſer Orangerie Deine Ge⸗ ſundheit total zerſtörſt.“
„Das iſt eine Täuſchung, mein Bruder. Ich würde hinſiechen, wenn ich ohne meine Blumen ſein müßte.
Ihr Anblick belebt mich, ihre Wartung unterhäͤlt mich 1 des
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