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ſchaftlicher Liebhaber von Blumen war, daß alle Fen⸗ ſter und Wände mit Pflanzen beſetzt waren, und daß er es als eine Handlung ſtiefväterlicher Eigenſucht an⸗ geſehen haben würde, wenn er ſich nur von einem ein⸗ zigen ſeiner Kinder getrennt hätte, da ihm ja dieſe Kinder den ganzen friſchen Reichthum ihrer Schönheit und ihres Duftes überließen.
Zu der Wärme der Blumen muß man einen gro⸗ ßen Luxus von Licht fügen.
Von außen ſah es aus, als ob der Wirth in dieſem Hauſe tagtäglich große Geſellſchaft hätte, aber es fand ſich an den Abenden nie ein andrer fremder Menſch bei ihm ein, als der Doktor und der Pfarrer.
Mitten in dieſem Blumenſalon, der mit doppelten Teppichen belegt war, ſtand vor dem flammenden Ka⸗ minfeuer ein gigantiſcher Ruheſtuhl mit Fußtritten.
In dieſem Ruheſtuhl und ſorgfältig zuerſt in einen langen weichen Morgenrock, ſodann in einen Fils ein⸗ gehüllt, lag der Freund, den zu beſuchen der Pfarrer gekommen war.
Wenn man die leidende und gebeugte Haltung dieſes Mannes ſah, wenn man den Conturen dieſes mit einer weißen Nachtmütze bedeckten Kopfes folgte, der nicht Kraft genug zu beſitzen ſchien, um ſich auf den ſeitwärts gelegten Kiſſen zu halten, wenn man ferner das nervöſe Zucken in ſeiner ſieberheißen Hand gewahrte, die jetzt vorgeſtreckt wurde, dann konnte man ſich leicht zu dem Glauben verſucht fühlen, daß man einen Greis vor ſich habe, deſſen irdiſche Stunden bald gezählt ſein müßten.
Aber wenn der Patient,— denn ein ſolcher war er— den Kopf erhob(ſowie juſt jetzt als er das Pa⸗ pier empfing) da hätte man kaum zu glauben gewagt, was man ſah.
Ein mildes, ausgezeichnet ſchönes und vor allem edles Geſicht, das einem Mann von kaum dreißig Jah⸗ ren zu gehoͤren ſchien, obſchon es einem Sechsunddrei⸗


