Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1845)
Entstehung
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ſamſte Fürſprecher in jeder Sache iſt, ſo dachte man mit Recht Emily würde der beſte Advokat ihrer eige⸗ nen Angelegenheit ſein, und es wurde ihr daher die Löſung der Aufgabe übertragen.

Mansſield Houſe hatte ſeit der Verheiratung ſei⸗ ner freundlichen Eigenthümerin eine ununterbrochene Scene häuslichen Glückes dargeboten, die Tugenden und der gebildete Verſtand von Mrs. Wentworth ver⸗ mehrten, wo möglich, jeden Tag die Zuneigung ihres Gatten, der aus Furcht einen peinlichen Augenblick zu verurſachen, nie die Ereigniſſe ſeines früheren Lebens zur Sprache brachte, und ſogar das Daſein ſeiner Tochter wurde nicht geoffenbart. Da er jedoch nicht zugleich jede natürliche Beſorgniß erſticken konnte, ſo hatte dieſes Verheimlichen große Unbehaglichkeit des Gemüths für ihn zur Folge und dieſe nahm noch be⸗ trächtlich durch die aus Emily's unerwarteter Ankunft entſtehende Verlegenheit zu.

Die Kunde hievon wurde ihm in einem Briefe mitgetheilt, worin ſie ihren Vater zärtlich anflehte auf die zu ihren Gunſten ſprechende Stimme der Natur zu hören und das Kind aufzunehmen, auf deſſen frü⸗ heſte Lebensjahre er ſo große Liebe verwendet hatte. Konnte eine ſo rührende Anrufung vergeblich ſein? Der Oberſt Wentworth fühlte, daß dieß unmöglich war und beſchloß ſogleich nach London zu reiſen. Da ſich ſeine Gattin bei der Ankunft des Briefes nicht in Plymouth befand, ſo entging ſeine Gemüthsbewegung ihrer Beobachtung, und ſie war leicht zu überreden, ein unvorhergeſehenes Geſchäft veranlaſſe ihn zu die⸗ ſer Reiſe.

Wer iſt im Stande die ſtreitenden Gefühle unſe⸗ rer viel geprüften Heldin zu ſchildern, als ſie ſich mit klopfendem Herzen und ſchlagenden Pulſen auf den Empfang ihres Vaters vorbereitete? Die Erinnerun⸗ gen an ihre letzte Zuſammenkunft und die ſchmerzlichen Ereigniſſe, welche ihr hald folgten, traten abwechſelnd