Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1845)
Entstehung
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der Schreiber am Ende in Verzweiflung jedem ferneren Bemühen entſagte. Der Widerſtand brachte ſeine ge⸗ wöhnliche Wirkung hervor. Grahams Liebe nahm nur

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zu und tief gekränkt durch das Fehlſchlagen ſeiner

Wünſche wurden ihm die Schmauſereien und Luſtbar⸗ keiten ſeiner Kameraden im höchſten Maaße ekelhaft.

Von dem Wunſche beſeelt, dieſen Gelagen zu ent⸗ gehen, nahm er die Einladung eines unverheiratheten Oheims an, der plötzlich von einer menſchenfeindlichen Stimmung befallen, ſich bewogen gefunden hatte, die Geſellſchaft zu verlaſſen, und nun in völliger Abge⸗ ſchloſſenheit einige Meilen von Kingſton entfernt lebte.

Mittlerweile hatte Emily aufgehört, einzig und allein ihrem Grame nachzuhängen, um ſich zu Aus⸗ übung neuer Pflichten zu erheben. Die Preſthaftigkeit, an der ihre Mutter lange gelitten hatte, nahm ſtünd⸗ lich zu und drohte mit gänzlicher Auflöſung. Dieß war hinreichend, um jeden ſelbſtſüchtigen Gedanken aus dem Gemüthe unſerer Heldin zu verbannen, deren einziges Geſchäft es jetzt war, die ſterbende Mutter zu pflegen und zu belehren.

Letzteren Gegenſtand betrachtete ſie mit Recht als

das Wichtigſte und Roſette wurde ſtufenweiſe zu dem

Gefühle der heilſamen Wirkſamkeit der Religion ge⸗ bracht, zu der ſie ſich bekannt hatte, ohne ſie zu ver⸗ ſtehen. Ihre Faſſungsgabe ſchien ſich zu erweitern, je mehr der Gegenſtand vorrückte, und ſie horchte ohne zu ermüden, Stunden lang auf die ſanfte Stimme ihrer jugendlichen Lehrerin, welche ihr abwechſelnd vorlas und Stellen aus der heiligen Schrift erklärte.

Eines Abends bat die Kranke, welche ſich etwas beſſer wähnte, in das äußere Zimmer gebracht zu werden. Dieſer kleine Wunſch wurde von dem Ge⸗ ſinde als ein Symptom raſch herannahenden Todes gedeutet, und Emily fühlte ſich, wenn auch nicht von derſelben Furcht ergriffen, doch in eine ungewöhnliche feierliche Stimmung verſetzt.