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Urſache der Beleidigung, welche ihr widerfahren war und fügte ſodann bei:„Warum, angebetete Emily, warum dieſe unverdiente Schmach dulden? Meine Liebe und meine Ehre ſollen fortan Ihrem Schutze gewidmet ſein, wenn Sie nur mir vertrauen wollen.
Ihr bereits befleckter Ruf kann kein weiteres Brand⸗
mahl bekommen.“ In dieſem Tone fuhr er fort, als ihn Emily unterbrach, denn nicht an Liebesbetheuerun⸗ gen gewöhnt, klang ihr die Sprache ganz ſeltſam: wenige Worte genügten zur Aufklärung. Sie wollte nicht mehr hören, ſondern eilte voll Zorn und Ver⸗ achtung in ihr Zimmer.—
Die plötzliche Gemüthsbewegung hatte eine tiefe Ohnmacht zur Folge und es vergingen Stunden, ehe das unglückliche Mädchen wieder zu ſich kam. Die Rückkehr des Bewußtſeins erneuerte ihren Jammer. Der Becher des Kummers ſchien bis auf die Hefe ge⸗ leert; Stolz, Reinheit, Zuneigung, Alles war gleich ſehr verletzt, und ſie fühlte ſich eine Ausgeſtoßene aus der Geſellſchaft, beraubt des Glückes und des Charak⸗ ters, ohne das Geringſte gethan zu haben, wodurch ſie einen ſolchen Verluſt verdient hätte. Nein, es war nicht ihre Schuld, und dieſe Ueberzeugung wirkte mächtiger, als irgend etwas Anderes auf Milderung ihres Grames hin.
Obgleich durch den Zuſammenhang mit der lockeren Welt verdorben, war Kapitän Graham doch nicht gänzlich ehrenvoller Gefühle bar; aber die Vorurtheile, mit denen man Frauen von gemiſchtem Urſprung in Weſtindien betrachtet, ließen ihn eine Verbindung mit Emily als unmöglich betrachten.
Das Verwerfen ſeines niedrigen Antrags erhöhte die Bewunderung, die er ſchon zuvor für ſie fühlte, und beſtimmte ihn, ſein Unrecht wieder gut zu machen und ihr ſeine Hand zu reichen. Der dieſes Anerbieten enthaltende Brief wurde uneröffnet zurückgeſchickt und jeder ähnliche Verſuch war eben ſo erfolglos, ſo daß
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