Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1845)
Entstehung
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dacht war, die Urſache hievon zu erfahren, richtete einen Brief an ihre Freundin, der früheren Anord⸗ nungen gemäß durch Mrs. Willis beſorgt und zu die⸗ ſem Ende nach Kingſton geſchickt werden ſollte. Bei der Rückkehr des Boten wurde Emily ein Paket ein⸗ gehändigt, und ſie erblickte zu ihrem großen Erſtaunen ihren eigenen Brief und ein kleines Buch, das ſie einſt Maria gegeben hatte. Aber dieſes Erſtaunen wich der Entrüſtung, als ſie folgende Worte las: Mrs. Willis erſucht Miß Wentworth, alle fernere Correſpondenz durch Briefe oder auf irgend eine andere Weiſe mit ihrer Tochter einzuſtellen. Wenn Mrs. Willis die Nachtheile der Stellung von Miß Went⸗ worth überſah und die Fortſetzung eines vertrauten Umgangs ſo lange geſtattete, handelte ſie gegen ihr eigenes Urtheil und ihre Neigung. Sie zögert jedoch

nicht, die fernere Bekanntſchaft mit einer jungen Per⸗

ſon aufzuheben, welche durch ihr ungefittetes Betragen alle Anſprüche auf Achtung verwirkt hat.

Dieſe grauſame Schmähung war für unſere arme Heldin rein unerklärlich und vergeblich bemühte ſie ſich, das Geheimniß zu enträthſeln. In tiefes Nach⸗ denken verſunken, ihr ausdrucksvolles Antlitz bald vom Zorn geröthet, bald bleich vor Aerger, blieb ſie des ernſten Blickes unbewußt, der auf ihr ruhte, bis ſie die Augen aufſchlug und denen von Kapitän Graham begegnete, der mit einer, von Zärtlichkeit und Ehr⸗ furcht gemiſchten Stimme nach dem Grunde ihrer Niedergeſchlagenheit fragte. Das Durchleſen des Billets von Mrs. Willis gab ihm die gewünſchte Aufklärung und es wurde ihm nicht ſchwer, den Sinn und die Veranlaſſung deſſelben zu errathen.

Er wußte, daß ſeine Beharrlichkeit den Ruf von Emily verletzt hatte und dachte, wenn ſie dieſen Um⸗ ſtand wüßte, müßten alle Scrupel über ihr ferneres Benehmen ſchwinden und in abbittenden Worten be⸗ beginnend, bekannte er ſich ſelbſt als die unwillkürliche