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täglich zunehmende Aufmerkſamkeit und die offen zu⸗ geſtandene Bewunderung des Kapitän Graham etwas Anderes zu bedeuten hätten, als eine ſehr ehrenvolle Theilnahme. Ihr Geſchmack war in manchen Punkten ähnlich, und die Schönheiten der Natur bildeten eine nie verſiegende Quelle von gegenſeitigem Intereſſe, welche auszubeuten die wechſelreiche Scenerie der Um⸗ gebung ein reiches Ziel bot. Oft beſtiegen ſie mit einander die benachbarte Anhöhe und ſchauten von da hinaus nach den hohen Bergen von St. Vincent, welche ſich in der Entfernung ausdehnten, bis das Heran⸗ nahen des Abends die Anſicht ferner liegender Gegen⸗ ſtände verdunkelte und die näheren durch das Licht von Myriaden von Feuerfliegen deutlicher machte, welche meteorartig durch die klare Atmosphäre ſchoßen, oder kleinen in Mitten der Baumzweige aufgehängten Lampen glichen.
Wochen und Monate verfloſſen und Kapitän Gra⸗ ham ſetzte ſeine Aufmerkſamkeit fort, jedoch in ſo achtungsvoller Form, daß nie ein Verdacht hinſichtlich
ihres Endzwecks erregt wurde. Dieſen Endzweck wagte
er kaum ſich ſelbſt zu geſtehen, aber er beſaß auch nicht genug moraliſchen Muth, um der Meinung des kleinen Kreiſes zu trotzen, in welchem er ſich bewegte, wo weder die Tugenden noch die Talente von Emily die Nachtheile ihrer Geburt und gegenwärtigen Lage aufzuwiegen im Stande geweſen waͤre. Auf der andern Seite konnte er ſich auch nicht das Vergnügen ihrer Geſellſchaft verſagen und er beſchloß, ſich, ohne einen heſtimmten Plan zu faſſen, ganz durch die Umſtände leiten zu laſſen.
Bald trat ein Ereigniß ein, welches eine Criſe in der Sache herbeiführte. Miß Willis hatte einige Zeit nach ihrer Abreiſe beſtändig an unſere Heldin heſchrieden, welche eben ſo pünktlich antwortete. End⸗ ich erfolgte ein ungewöhnlicher Zwiſchenraum des Stillſchweigens, Emily, welche ängſtlich darauf be⸗


