Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1845)
Entstehung
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Werden wir denn nicht mit dieſen Ruſſen fertig werden? rief er, indem er ſich an die Garde⸗Jäger zu Fuß wandte, welche das Gewehr im Arm, ohne ni den Augen zu zucken, das Feuer des Feindes aus⸗ hielten.

Oh! Ohl die Ruſſen! ſagte eine Stimme, welche man aus der Gruppe der Tambours heraus hörte, es genügt nicht, wenn man ſie tödtet, daß ſie fallen; man muß ſie noch mit Mörſern ſtoßen.

Obriſt Michelin, laſſen Sie Ihre Jäger vorrücken; wir müſſen dieſe Kirche haben.

Vorwärts! es lebe der Kaiſer! wir müſſen die Kirche haben! erwiderten auf einmal zweihundert Stimmen.

Sogleich kam Alles in Bewegung; die Tambours ſchlugen, die Bajonette wurden gefällt, die Artillerie rückte vor, Napoleon folgte der Bewegung mit dem Auge. In Mitten dieſer Sündfluth von Feuer und blitzenden Schwertern ſieht er einen Tambour gehen, das ganze Geſicht voll Blut.

Was machſt Du, rief ihm Napoleon zu,Du mußt in das Spital gehen.

Wenn wir die Kirche haben, antwortete ihm der Tambour mit einer Art wahnſinniger Aufregung; das iſt meine Anſichtsweiſe.

Das Gemetzel dauerte einige Stunden, endlich wurde die Stellung genommen, und der Sieg ent⸗ ſchied ſich. Den folgenden Morgen bot das Schlacht⸗ feld einen ſchrecklichen Anblick dar; das Blut war auf den Schnee hingefroren; das durchdringende Geſchrei: es lebe der Kaiſer! miſchte ſich mit dem Geſchrei der Verwundeten; neben verlaſſenen ruſſiſchen Batterien auf dem Kirchhofe lagen große Haufen von Leichnamen. Hier war das vierundzwanzigſte Infanterie⸗Regiment gefallen, wie Ein Mann. Auf dieſem Todesfeld errichtete man ein hölzernes Kreuz, auf welchem man folgende, mit der Spitze eines Bajonettes eingegrabene