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Eine halbe Stunde nachher führte der Sergeant Romeuf mit ſich in das Gaſthaus der Unterofftziere des erſten Bataillons, wo der Tambour von jedem derſelben bekomplimentirt wurde. Es iſt unnöthig, zu
ſagen, daß man ungeheuer auf ſeine Geſundheit und
auf die Bonnevilles trank und noch mehr auf die des Kaiſers und des Oberſten Michelin.
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1* . Ein Zwiſchenſpiel.
Inzwiſchen hatten der Kaiſer Alexander und der König von Preußen auf dem Grabe des großen Friedrich ein Bündniß geſchloſſen. Die Ruſſen rückten in for⸗ cirten Märſchen gegen Berlin vor, während die Schaaren Napoleons ſich am Rhein in Bewegung ſetzten. Napoleon verſammelte ſein Heer im Angeſicht der Säule von Rosbach, und die Schmach von 1751 wurde durch den Tag von Jena gerächt. Nachdem Preußen geſchlagen war, kamen die Ruſſen heran. Napoleon deutete mit dem Finger auf der Karte das Terrain der Schlacht von Eylau an, indem er ſagte: „Ich werde ſie ſchlagen hier, dort und vielleicht noch hier.“ Er hatte die zwei blutigen Tage von Eylau und von Friedland vorausgeſehen. Am Tage der Schlacht von Eylau zeigte ſich Napoleon überall. Jede
tellung wurde genommen und wieder genommen; ein Kirchhof war der Punkt, auf den die Ruſſen ihre Streitkräfte concentrirt hatten. Die Gewinnung dieſes Kirchhofs war das Ziel einer Wuth ohne Gleichen; das Blut floß in mächtigen Strömen. Napoleon ſtieg ab und gab den Punkt an, wo eine Batterie leichter Artillerie hinzuzuſetzen ſei und welche er gegen die Mauern von Menſchen richten ließ, welche wie geſagt, noch immer vor der Kirche ſtanden.


