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Worte las:„Hier liegt das tapfere vierundzwanzigſte Linienregiment.“ Während achtundvierzig Stunden war man bloß mit der Wegſchaffung der Todten und der Sterbenden beſchäftigt. Doch der Tag von Fried⸗ land kam heran, Napoleon hatte ihn vorausgeſehen. An dieſem Tage ging die Sonne auf, wie bei Auſterliz. Es waren noch dieſelben Ruſſen, welche in das Treffen gingen, noch dieſelben Franzoſen, die ſiegten.
„Heute iſt der Jabrestag von Marengo.“ rief Napoleon, indem er des Morgens ſeine Armee muſterte.
Dieſes Mal wurde der ganze Kampf mit dem Bajonette begonnen und geendet. Von einer wie von der andern Seite war der Anprall fürchterlich. End⸗ lich wurden die Ruſſen aus allen ihren Stellungen geworfen, und der Verluſt dieſer Schlacht warf die moskowitiſche Armee bis in ihre Einöden zurück. Eben dadurch, daß Napoleon während dieſer zwei furchtbaren Tage viele Verluſte zu erleiden hatte, konnte er wieder Viele belohnen. Zwei Tage nachher ließ er in ſeinem Hauptquartier in Wohlau die Generale wiſſen, er werde in den Ebenen von Wrieſen ſeine Armee muſtern, wo ſie ihre vorläufigen Cantonirungen bezogen hatte. Am Morgen ließ man diejenigen Offiziere und Sol⸗ daten, welche, trotz ihrer ſchweren Wunden, nicht im Lazarethe hatten bleiben wollen, an die Spitze der Gardebatallione treten. Obwohl diejenige, welche der Tambour bei Eylau auf den Kopf erhalten hatte, noch nicht vollſtändig vernarbt war, war er doch bei der Schlacht von Friedland geweſen, wo ein Dragoner ihn mit einem furchtbaren Säbelhiebe über den Arm beſchenkt hatte, und auch jetzt war er bei dem genann⸗ ten tapferen Zuge. Napoleon begann die Inſpektion auf dem linken Flügel und ging dabei ſehr langſam. Der General Duvillar ſtellte ihm zuerſt den Offizier der leichten Artillerie vor, deſſen ſechs Stücke dem Feinde bei Eylau ungeheuren Schaden zugefügt hatten. „Er iſt Hauptmann,“ erwiderte Napoleon, ſelbſt ohne


