Teil eines Werkes 
1.-3. Bändchen (1845)
Entstehung
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gens zuhören. Allein ſeien fie kurz; ich habe keine Zeit zu verlieren.

Sire, die Sache iſt bloß: Der Weg der That wußte ſich zu einer Dienſtſache Bahn zu brechen.

Wie? der Weg der That; auf welche Weiſe?⸗⸗

Von Seite des Sergeanten, Sir; er ſelbſt hat es uns erklärt, und in dieſer Hinſicht iſt er vorwurfs⸗ frei; ein Oberer kann ihm befehlen, ſich auf dem Po⸗ ſten zu erſchießen, er wird ohne Bedenken gehorchen, und in dieſem Falle würde das Wort des Korporals mehr gelten, als das Wort Gottes, ſogar als das Ihrige, Sir

Ohl Oho! machte Napoleon, indem er nach ſeiner Gewohnheit den Kopf ſchüttelte.

Es handelt ſich bloß von einem Wortwechſel, welcher im Wachthauſe des kleinen Manufakturpoſtens ſtattfand. Der Tambour Romeuf, für den ich bitte

Romeuf, ſagten Sie?

Ja, Sir, Der Tambour Romeuf iſt es, für den ich die Ehre habe, das Mitleid Ihrer Majeſtät anzuflehen.

Bei Gott! es ſind nur fünfzehn Tage her, daß ich dieſes Original das erſtemal ſah; er iſt ein Rai⸗ ſonneur und überdieß ehrgeizig. Er bringt ſie zum Lachen, Herr General.

Verzeihen Sie mir, Sire; Romeuf iſt in der That ehrgeizig, aber er iſt es auf ſeine Weiſe; über⸗ dieß hat er eine ſo offen ausgeſprochene Antipathie gegen jeden, der nicht mit Leib und Seele an der Perſon Eurer Majeſtät hängt, daß es äußerſt viel von ihm iſt, wenn er anerkennt, daß ein Ruſſe oder Preuße einem Menſchen gleich ſieht.

Oe! He! machte Napoleon, deſſen Stirne ſich ein wenig entfaltete,der drollige Menſch muß hie und da einzige Gedanken im Kopfe haben. Und Sie ſagten alſo

Der Sergeant hat zuerſt Unrecht, das iſt

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