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ſeine Zuſammenkunft mit dem Verurtheilten, und machte ihm bemerklich, man müßte ihn retten, er möge wollen oder nicht; er wußte ſeinen Chef ſo gut zu überreden, und ihm zu beweiſen, daß es ſich um die Ehre des Regiments handle, daß dieſer zu handeln verſprach.
„Bei Gott!“ rief er,„Sie haben Recht, glaube ich; ich will den Schimpf nicht haben; ich will den Kaiſer ſuchen.“
Nachdem er ſeinem Diener befohlen hatte, ſein beſtes Pferd zu ſatteln, ſprengte er geradezu auf Saint⸗ Cloud los..
Inzwiſchen zog ſich die Unterhaltung Napoleons
mit dem Polizeiminiſter in die Länge. .„ Ich ſage, er iſt verloren,“ ſagte immer der General zum Adjutanten, welcher ſich ſo eben neben ihn hingeſetzt hatte, und ihm zu beweiſen ſuchte, daß die Sache noch nicht verzweifelt ſtehe. Dieſer Letztere war kaum mit ſeiner Rede zu Ende, als ſich die Thüre des kaiſerlichen Kabinettes öffnete, und Fouché heraus⸗ trat, dem Napoleon folgte, und zu dem er ſagte:
„Paſſen Sie auf! Paſſen Sie auf! Ah! ſind Sie es Michelin?“ begann er, indem er den General bemerkte,„was gibt es Neues bei Ihnen?“
„Sire, ich erbitte von Ihrer Majeſtät eine Gnade.“
„Es iſt gut,“ ſagte Napoleon, indem er ihm freundlich die Hand ſchüttelte, um ihn darauf auf⸗ merkſam zu machen, daß er nicht mehr ſprechen ſollte; „wir werden die Sache augenblicklich unterſuchen.“
Nachdem er an Fouché, der den Kopf hinbot, einige Worte mit leiſer Stimme geſprochen hatte, ſagte er zum General, der ihm ſogleich in ſein Kabinet folgte:„Kommen Sie.“
„Nun, wovon handelt es ſich?“ fragte Napoleon, indem er ſich ſetzte.
„Sire, ich appellire an die Gnade Ihrer Majeſtät in Rückſicht eines der braven Soldaten Ihrer Garde.“


