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Schwiegerſöhnen und ſo war die neue Bekanniſchaft eingeleitet.
Nachdem die Mädchen Tante Ebba's mannigfache Sachen im Gaſtzimmer untergebracht, den Thee ſer⸗ virt und für das Abendeſſen geſorgt hatten, nahmen ſie ihre Plätze an dem kleinen Tiſche ein, der jetzt in den Saal getragen worden war und an den auch der Bergherr bald ſeinen Stuhl hinrückte. Alles ſchien ſich harmoniſch geſtalten zu wollen. Nur Tante Ebba's Lieblingskatze, die ſtets die Gunſt genoß, auf Reiſen mit zu dürfen, zeigte ſich feindlich geſinnt, nämlich
egen die große Dogge des Auditors, gegen welche unaufhörlich ihre blitzenden Blicke ſchleuderte.
„Deine Mädchen ſind recht hübſch und artig, liebe Guſtavine,“ flüſterte die Probſtin der Schweſter ins Ohr.
„Sie ſind thätig und häuslich,“ antwortete die mütterliche Beſcheidenheit..
„Ach, wenn meine Eliſabeth noch lebte, ſo wäre ſie jetzt auch ungefähr...“
„Was Wermland für eine ausgezeichnet herr⸗ liche Provinz ſein muß,“ rief Roſa laͤchelnd, als der junge Bergherr ſich in einer feurigen Beſchreibung über ſein Heimatland ergoß.„Ich wußte zwar, daß es gutes Eiſen und Waldland beſitzt, aber daß es das Paradies ſelbſt iſt, das habe ich bis jetzt nicht gewußt.⸗
„Ich habe nicht geſagt, daß ganz Wermland die⸗ ſen Vorzug beſitzt, aber ich liebe meine Heimat— es iſt möglich, daß einige Parteilichkeit in der Be⸗ ſchreibung mitunter lief, obſchon meiner Anſicht nach mein ſchönes Engelfors ein wahres Eden iſt.“
„Worin nur Eva fehlt, um die Täuſchung voll⸗ kommen zu machen?“ fiel der Auditor ein. „Allerdings,“ lachte der Bergherr, der gerne auf einen heitern Unterhaltungston einging.„Ich bin


