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in's Himmels Namen? Sind das auch Worte gegen ein Weib, was? Großer Gott, daß ich ſolche Thorheiten erleben muß, daß ich hören muß, wie ein Mann zu ſeinem Weibe ſagt, ihr Wille ſey ihm Geſetz! O pfui, das wäre ein ſauberes Geſetz! Ach Du entartetes Kind! haſt Du im Hauſe deiner rechtſchaffenen Eltern eine ſolche Sprache gelernt? Sieh' deine alte Mutter an! ſie zittert vor Schmerz und Erſtaunen über deinen Wahn⸗ ſinn und erröthet für Dich, daß ſie nicht aufſehen kann! Glaube mir, wenn ich nicht vor Gottes Altar meine Rechte auf Dich an einen Andern abgetreten hätte, ſo ſollteſt Du theuer für Deine Frechheit büßen.“— Der Poſtinſpektor ballte wild drohend ſeine kraftvolle Hand und gieng mit großen Schritten im Zimmer auf und ab, während er ſich mit einer Serviette die Schweiß⸗
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tropfen von der gerunzelten Stirne trocknete.—„Um alles in der Welt, mein beſter Schwiegervater, nehmen Sie die Sache nicht ſo ernſthaft!“ begann der Rittmeiſter 8 entſchuldigend;„es war ja nur eine Unbedeutendheit. Und * überdieß bedenken Sie Auguſtens Zuſtand!“—„Ei Zu⸗
ſtand hin und Zuſtand her! Meine Alte iſt wohl auch in Zuſtänden geweſen, denke ich; aber ich hätte ihr nicht rathen mögen, deßhalb die Ordnung der Natur zu ver⸗ kehren!“—.„Aber,“ wandte Sterner ein,„jene bar⸗ bariſche Zeit iſt ſchon längſt vorüber, wo der Mann dem Weibe mit dieſer verletzenden Rohheit begegnete. Gott ſey Dank, wir haben ihren Werth einſehen lernen, und ſie auf den Platz erhoben, der ihr ſowohl in unſerem Herzen als in unſerem Hauſe gehört! Sie hat ihren Willen und ihre Rechte ſo gut wie wir; ſie iſt der beſſere Theil unſeres Weſens.“—„Miſchmaſch, dummes Geſchwätz!“ ſiel der Poſtinſpektor ein.„Eitel Narrheit, gerade wie es die Stellvertreterei war! Ich habe Gottes klare und reine Worke aufgefaßt, und denen will ich huldigen bis zu meinem Tode: der Mann ſoll das Haupt des Weibes


