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„Ja das weiß Gott!“ ſagte der Poſtinſpektor;„der Herr Bruder meint wohl den Fähnrich? beide ſind ja faſt noch Kinder. Aber laſſen wir das. Nun da wir in Ruhe gekommen ſind, wird es für mich ein Vergnügen ſeyn, die Lage der Dinge in Ihrem Hauſe etwas näher zu beobachten. Aufrichtig geſagt, es gibt noch Eines und das Andere, das einer kleinen Veränderung bedarf. So
zum Beiſpiel...“— Hier ward der Poſtinſpektor durch
den Ruf zum Mittageſſen unterbrochen.—„Nun wir können darüber nachher ſprechen. Laßt uns jetzt nach dem Speiſeſaal gehen; denn ich habe bemerkt, daß der Herr Bruder die Schwachheit hat, unruhig zu werden, wenn die junge Frau auf uns Männer warten muß; und doch iſt es nur ihre Schuldigkeit.“—„Ich dachte, es wäre unſere Schuldigkeit, ſie nicht warten zu laſſen,“ ſagte der Rittmeiſter und öffnete ſeinem Schwiegervater artig die Thüre.— Man ſollte heute zum Erſtenmal nach der Ankunft des Poſtinſpektors ganz allein zuſammen ſpeiſen. Auf dieſe Gelegenheit hatte der Rittmeiſter ge⸗ wartet, um ſeinen Plan in's Werk zu ſetzen. Man war jetzt glücklich an den Tiſch gekommen, und das erſte Gericht war aufgetragen.„Du haſt wohl von dem präch⸗ tigen Hecht, mein Schatz?“ fragte der Rittmeiſter ſeine Frau, und warf einen ſpähenden Blick über den Tiſch.— „Nein, mein Schatz, das hab' ich nicht.“—„Warum
nicht, meine liebe Auguſte? Du verſprachſt es mir ja, g
und Du weißt, daß es mein Leibeſſen iſt.“—„Aber, es iſt nicht das meinige, Alerander. Ich glaube, ich hab' Dir das ſchon geſagt.“— Der Poſtinſpektor, der gerade eine geroͤſtete Kartoffel in den Mund ſtecken wollte, ließ dieſe und die Gabel auf den Teller fallen und trat ſeiner Frau, die neben ihm ſaß, auf den Fuß. Dieſe wagte kaum aufzuſehen vor Unruhe.—„Ach, verzeih' mir, liebe Auguſte, ich erinnere mich jetzt,“ antwortete Sterner mit einem artigen Lächeln.„Ich muß mich da⸗


