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Meine Alte iſt geſund, und da es eine Sünde wäre, ihr das Wiederſehen ihrer Tochter abzuſchlagen, und ich auf
3 alle Fälle einen Wagen haben muß, werde ich ſie mit
1 mir nehmen.— Grüßen Sie Auguſte und ſagen Sie
2 ihr, daß ich, nichts von unnöthigen Umſtänden wiſſen
.— will! ich bin mir gleich, gerade heraus und hoffe, daß
t ſie ſich deſſen erinnert und darnach richtet.
3 Wilhelm von Spalden.“
n„Ja wohl iſt er ſich gleich, der alte Deſpot,“ ſagte
n ddeer Rittmeiſter und warf den Brief zornig auf den Tiſch.
6„Iſt das eine Antwort auf Deine freundlichen und nur
e allzudemüthigen Bitten, meine Auguſte? Kein Wort, das beweist, daß er unſere Freuden, unſere Hoffnungen
⸗ theilt! Doch das kann ich ihm noch verzeihen, weil er 1
r ſelbſt nie ein wahres Vatergefühl empfunden hat; aber
n was ich ihm durchaus nicht verzeihen kann, iſt die Art,
: wie er von ſeiner Frau ſpricht, und ſie behandelt. Weil
ft er doch einen Wagen haben muß, will er ſie mitnehmen!
⸗ iſt das auch ein Ausdruck, Du alter Bär!“
r„Nun, mein beſter Alexander,“ erwiederte Anguſte
⸗ ſanft,„haſt Du denn in einem Jahre vergeſſen können,
n wie Papa iſt und immer geweſen iſt, daß Du Dich über
d dieſen Brief erzürnen magſt, den ich ſehr artig finde, in
⸗ ſofern er von ihm kommt? er hat ja ſeine Natur nicht
s umwandeln können, und leider ſind nicht alle Männer
⸗ ſo geneigt, ihre Frauen zu verwöhnen, wie Du.“
e„Ach Du kleine Schmeichlerin,“ ſagte der Rittmei⸗
he ſter, indem er ſie aufheiterte:„Du haſt in der That
en 4 recht; es verlohnt ſich nicht der Mühe, ernſtlich darüber
nd zornig zu werden. Aber ich habe gute Luſt, dem Alten rr eeinen Poſſen zu ſpielen, der ihm das Gallenſieber an i; den Hals ärgern und zugleich die unſchätzbare Perle 1⸗ beſſer zu würdigen lehren ſoll, die er an unſerer gelieb⸗
ten Mutter beſitzt; denn wäre ſie nicht ein ſo makelloſes Beiſpiel von Geduld, Ergebung und Entſagung, ſo leb⸗


