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Der Stellvertreter : ein humoristisches Familiengemälde ; fünf Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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thut mir wahrhaftig leid, zu hören, daß er das Unglück hat Ihnen zu mißfallen.Ich habe nicht geſagt, daß er mir mißfällt, ſprach Wilhelmine in einem herz⸗ licheren Tone,nur die Art gefällt mir nicht, wie er ſeine Huldigung darbringt.O wenn es nur die Form iſt, die er ändern ſoll, ſagte der Rittmeiſter lä⸗ chelnd,ſo bin ich gewiß, daß er nicht aufhören wird, zu ſuchen, bis er den Talisman findet, der ihm das Rechte zeigt. Der Rittmeiſter führte bei dieſen Wor⸗ ten Wilhelminens Hand an ſeine Lippen, und flüſterte im Vorübergehen dem Kornet Axel, der mit Svallenius Schach ſpielte, zu:Ich muß hinauf, und meinen armen Conſtantin tröſten. Der Lieutenant lag in Hemd⸗ ärmeln auf dem Sopha und fluchte über Weſterlind, der mit dem Waſſer, nach dem er ihn fortgeſchickt hatte,

ſo lange zögerte zu kommen.Warum biſt Du ſo langſam? fragte der Rittmeiſter, als der Bediente end⸗ lich kam.Ach Herr Rittmeiſter, der Herr Lieutenant

hat nun acht Gläſer Waſſer getrunken, ich habe zweimal den Krug gefüllt, und dieß iſt das drittemal. Ich dachte deßhalb, daß ich mit Fleiß zögern müßte.Gut gemacht, Weſterlind. Stell' das Waſſer daher, und geh' hinab, bis ich Dir ſchelle.Was ſind das für Thor⸗ heiten, Conſtantin? fragte der Rittmeiſter ernſt.Zuerſt rennſt du wie ein Narr fort, ſpuckſt dann Blut und trinkſt ein Glas Waſſer auf das andere. Du mußt die Heftig⸗ keit Deiner Gefühle nicht mit Deinem geſunden Menſchen⸗ verſtand durchgehen laſſen.Geſchwätz! ich will keine Vorleſungen hören. Gib das Waſſer her!Nein, keinen Tropfen mehr; Du haſt Abkühlung genug bekommen. Ja wohl. Siehſt Du, deßhalb bin ich jetzt auch auf meine Ehre ſo kalt wie Eis. Ich lache über meine eigene Thorheit und ſage mit Björn:Klagen und Weinen um Weiber willen! Nein, Gott bewahre mich! Leider, die Weiber füllen ja die Welt; fehlts dir an einer Du weißt das Uebrige! Gib das Waſſer her,