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tigern Fällen und Hausangelegenheiten an ſie zu wenden; ſie wollte ſtets mit Rath und That der jungen Frau an die Hand gehen. Während deſſen bekam der Rittmeiſter Gelegenheit ſich Wilhelminen zu nähern.„Mein gnä⸗ diges Fräulein,“ ſagte er,„es iſt wohl überflüſſig ihnen zu ſagen, daß die Perſon, die ich mitbringen wollte, und die ich nun ihrer wärmſten Theilnahme empfehle,
derſelbe junge Mann iſt, welcher, als er zum letzten
Mal obwohl unter einer andern Geſtalt hier war, zum erſten Mal in ſeinem Leben kennen lernte, was wahre Liebe für ihn ſeyn könnte. Die Veränderung, die mit ſeinem Aeußern vorgegangen iſt, kann Ihnen unmöglich anders als vortheilhaft erſcheinen, und ob ſchon von einer etwas leicht entzündlichen Natur, iſt doch ſein Herz das redlichſte und waͤrmſte, das je in der Bruſt eines Mannes klopfte. Seine Verbindung mit Fräulein Stol⸗ zenbeck iſt für immer abgebrochen. Conſtantin iſt mein älteſter und beſter Freund, die Beförderung ſeines Glücks
mein innigſter Wunſch, und dieſes Glück wird für die
Zukunft hauptſächlich in Ihren Händen ruhen. Wenn meine Bitte den geringſten Werth für Sie hat, ſo ver⸗ ſprechen Sie mir ihn nicht mit einem ſo kalten Scherz zu beleidigen, wie Sie heute einen gegen ihn gebraucht haben; denn glauben Sie mir, ungeachtet er leichtſinnig ſcheint, und es ohne Zweifel in vielen Fällen auch iſt, ſo ſchmerzt es ihn doch jetzt wirklich, daß Sie ihm nicht ein einziges freundliches Wort ſchenkten, als er auf den Schwingen der Freude und Hoffnung Ihnen entgegen flog.“—„Rittmeiſter Sterner,“ ſagte Wilhelmine,„Sie ſind im höchſten Grade parteiiſch für ihren Vetter. Eine- Huldigung, die ſo öffentlich dargebracht wird, iſt gewiß nicht die des Herzens, und ich geſtehe, daß ſie mir nicht gefällt.“—„Urtheilen Sie nicht zu hart,“ bat der Ritt⸗ meiſter.„Er glaubt, es nicht zu verheimlichen zu brau⸗ chen, daß er die Gunſt eines Weibes ſucht, die er über alle Andern ſetzt. Ich ſehe nichts Böſes darin und es


