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übrigens reine Gardinen aufmachen, mein Kind, und aufraͤumen, ſo gut es ſich thun läßt.“
„O ich bin überzeugt, Mammachen,“ erwiederte Au⸗ guſte,„daß der, welcher ſich ſchon ſo ſehr als Freund gezeigt hat, gewiß nicht darauf ſieht, wie wir wohnen, wenn wir ihn nur wohlwollend aufnehmen, und ihm etwas hinſtellen, das unfre Kochkunſt nicht zu Schanden macht.“
„Ja, ſiehſt Du, Kind, das iſt es gerade, auf was ich am meiſten Gewicht lege, und das kann ſich, wie ge⸗ ſagt, wohl thun laſſen, da wir Geld haben; aber einen Artikel, der unumgänglich nothwendig iſt, weiß ich beinahe nicht aufzutreiben, nämlich Wildpret.“—
„Ja, das iſt freilich eine ſehr bedenkliche Sache,“ meinte Auguſte;„es gibt hier ſoviel Leute, die derartige Dinge kaufen, daß wir kaum darauf rechnen dürfen, in ſolcher Geſchwindigkeit welches zu bekommen.“
„Wildpret müſſen wir. haben; das iſt einmal be⸗ ſtimmt, und ich glaube auch einen Weg ausgedacht zu haben, auf dem wir es erhalten können. Du gehſt näm⸗
lich morgen früh bei Zeit vor die Stadt hinaus zu Pehr
Nilsſon, der in unſern beſſeren Tagen bei uns gedient hat, und immer ein vortrefflicher Schütze war. Um deinet⸗ willen thut er Alles, und kommſt Du ſelbſt, ſo ſtehe ich dafür, im Falle er etwas zu Hauſe hat, bekommſt Du
es, und hat er nichts, ſo ſchafft er vor Abend welches,
wenn nur im Umkreis von zwei Meilen irgend etwas zu finden iſt. Willſt Du ſo, liebe Auguſte? Wenn Du nach eilf Uhr gehſt, wird es gerade recht, und ein Spaziergang auf dem Eiſe iſt für Dich ebenſo geſund als angenehm.“ „Ich werde gewiß gehen, Mammachen, und mein Moͤglichſtes thun,“ antwortete die immer dienſtfertige und freundliche Auguſte. Jetzt trat der Poſtinſpektor ein, ſprach von ſeinem Beſuche und dem vortheilhaften Eindrucke, den Sterner auf ihn gemacht habe.„Das iſt ein Kernburſche, der Sterner; was muß nicht erſt der Erbe ſelbſt für ein Mann ſeyn, wenn er ſich eines ſolchen Abgeſandten bedient.“
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