26 Lage die Vermeldung aller koſtſpieligen Anordnungen bei ſeinem Empfang mit ſich bringt.“
„Verwünſcht!“ murmelte der Poſtinſpektor.
„Dem iſt jetzt nicht mehr abzuhelfen,“ erwiederte die Frau, und es wurde nun ein geheimer Kriegsrath abge⸗ halten, wie man den fremden Geſandten auf die ſchick⸗ lichſte Art empfangen ſollte. Aber der Poſtinſpektor, der nie ein großes Vertrauen zu dem Urtheil der Frauen⸗ zimmer, weder in dieſer noch in einer andern Hinſicht, hatte, verließ ſie bald, ſchob die herrlichen Aktenſtücke in die Taſche, und begab ſich auf den Weg zu dem Lenker der Stadt. Vor einigen Stunden hätte ihn nichts dazu vermocht; aber wie viel hatte ſich nicht ſeitdem geändert! Der raſche, bedeutungsvolle Gang des Poſtinſpektors über die Straße zeigte einen Mann an, der auf eigenen Füßen ſtand. Das leuchtete auch einem Jeden ein, der ſeine Figur und ſeine Haltung vom Fenſter aus beobachtete. Er ging aufrecht wie ein Grenadier, und hielt den Kopf eben ſo ſteif und ſtolz, wie in den früheren Tagen.„Ich will
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5.
Der Stellvertreter.
Man weiß, daß auch viel mindre Kräfte— In unſrer Seele wohnen, der Vernunft gehorchend Am mächtigſten von ihnen herrſcht die Phantaſie. . Drenſtjerna. Im großen Gaſthofe der Stadt L—, Zimmer Num⸗ mer zwei, rechts von der Treppe, ſaß der Rittmeiſten
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