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17 ausrichten könne. Dieſer ſaß an ſeinem Pulte, als Frau v. Spalden hereintrat. Ihr Ausſehen war das unglück⸗ liche einer Bittſtellerin, welche bei dem tiefen Gefühl des Demüthigenden in ihrer Lage doch durch die Geißel des Bedürfniſſes getrieben wird, das Mitleid Anderer in Anſpruch zu nehmen. Der Poſtmeiſter bot ihr höͤflich einen Stuhl an, und erkundigte ſich mit einer leichten Verbeugung nach ihrer und ihrer Familie Geſundheit und Wohlergehen.„Die erſtere iſt gut,“ erwiederte Frau v. Spalden freundlich und vergnügt über die Artigkeit des Poſtmeiſters;„aber das Wohlergehen iſt leider nicht groß. Ich habe in Folge deſſen eine Bitte an Herrn Wilsſon,“ ſetzte ſie mit einer demüthigen Verbeugung des Kopfes und einem Zittern in der Stimme hinzu.
„Freut mich, Madame, freut mich unendlich, wenn ich Ihnen dienen kann; aber erlauben Sie mir, daß ich die Gelegenheit benütze, die mir eine beſondere Unter⸗ redung mit Ihnen darbietet, um Sie zu fragen, ob Ihre Fräulein Tochter noch nicht geſonnen iſt, ihr gegenwär⸗ tiges Leben gegen das, wenn nicht glückliche, ſo doch ſorgenfreie zu vertauſchen, das ich ihr und ihren Eltern anzubieten wünſchte?“
„Mein beſter Herr Poſtmeiſter,“ entgegnete Frau v. Spalden, betrübt und verlegen über die Wendung, welche das Geſpräch genommen hatte,„Auguſte iſt eigen⸗ ſinnig in dieſem Punkte; wir können dabei nichts thun. Aber erlauben Sir mir mein Geſchäft zu erwähnen, das, wie Sie leicht errathen können, den Brief betrifft.“
„Ich verſtehe, Madame,“ ſprach der Poſtmeiſter in einem Tone, der ſeinen gewaltſam verhaltenen Grimm kund gab,„der Brief ſteht Ihnen zu Dienſten, ſobald es Ihnen gefällig iſt, das Löſegeld zu hinterlegen.“
„Leider kann ich das für gegenwärtig nicht; aber, vertrauen Sie auf meine Redlichkeit, in ein Paar Tagen werde ich es im Stande ſeyn.“
„Es thut mir leid,“ erwiederte Wilsſon und zuckte die Achſeln,„daß ich Ihrem Wunſche nicht entſprechen
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