hinreichend, um ſeine eigenſinnige Leichtgläubigkeit zu be⸗ zahlen. Er ward mit Verhaftnehmung wegen des Reſtes der Bürgſchaftsſumme bedroht. Die Folge davon war, daß auch das Amt dem Eigenthum Geſellſchaft leiſtete, und mit Noth rettete Herr v. Spalden ſeine Ehre aus dieſem großen Schiffbruch ſeines Lebens. Ueber ein Jahr war verfloſſen, ſeitdem dieſe betrüb⸗ ten Begebenheiten den Poſtinſpektor gezwungen hatten, ſich mit den Seinigen in die elende Wohnung zu flüch⸗ ten, wo der Leſer ihre Bekanntſchaft gemacht hat. Noch war ein Mittel übrig, um den auf den Grund
zerſtörten Angelegenheiten wieder aufzuhelfen; aber zu
dieſem wollte der Poſtinſpektor nicht ohne den äußerſten Nothfall greifen. Der neue Poſtmeiſter hatte Auguſten ſeine Hand angeboten; aber da ſie einen wo moglich noch größeren Widerwillen gegen den hochmüthigen Wilsſon als gegen den entlaufenen Blandin hatte, ſo wollte der Vater
nicht zum zweiten Male ſeine vorher ſo übel angewendete
Autorität gebrauchen. Das gemeinſame Unglück, das er dadurch ſeiner Familie zugezogen, hatte ſein Herz etwas erweicht. Aber inzwiſchen ward ihre Lage immer drückender; immer tiefer und tiefer verſanken ſie in Un⸗ glück und Armuth, als ein unerwartetes Ereigniß den Dingen ein anderes Ausſehen gab.
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Der Fremdling. Ein hoher Wuchs, wie hie und da Der Norden ſie noch zeugt.. 3 Tegnér. Frau v. Spalden hatte die wenigen Freunde be⸗ ſucht, auf deren Beihülfe ſie rechnen zu können glaubte. Allein ſie betrog ſich in ihren Hoffnungen. Jetzt ſchlug
fe mit ſchwerem Herzen den Weg zum Poſtkomptoire
in, um zu ſehen, was ſie mündlich bei Herrn Wilsſon 2 21¹


