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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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wie Herr von Göſſe Gott ſegne die ehrliche Seele(ehr⸗ liche Haut, muß ich eigentlich ſagen) es mit ſeinen ſchüchternen Blumen meinte, welche er Ivar's nunmeh⸗ riger jungen Frau widmete, ebenſo herzlich wende ich nun ſeine klaſſiſchen Worte auf euch Beide an. In einem Jahre noch Eins!

Und mit lauter Stimme begann Wirén zu ſingen:

Ja mag zum Schluß mein himmliſch Leben! Euch Treue ſo zuſammengeben,

Ohne der Eiferſucht düſtre Sorg',

Wie Frithiof mit ſeiner Ingeborg!

Unter lautem Jubel ſtieß Alles von Neuem an: auf ein gegebenes Zeichen erhob ſich die Geſellſchaft vom Ti⸗ ſche und umarmte ſich, auf ein von Aſſeſſor in aller Fahnel gegebenes Beiſpiel, gegenſeitig mit großter Herz⸗ ichkeit.

ter in das Ohr. 3

Machen wir eine Partie Billard! ſchlug Borgen⸗ ſtierna vor.

Cigarren und Punſch! rief Wirén. Und ſo kamen die Herrſchaften, ohne daß man recht wußte wie, in ver⸗ ſchiedene Zimmer, die Herren in das eine und die Damen in ein anderes.

Dieß war eine ſehr geſcheidte Einrichtung; denn der Obriſtlieutenant hatte dadurch keine Zeit, über den letzten Auftritt nachzudenken, ſondern wurde ſtets in Athem ge⸗ halten: man durfte ihn nicht zu ſich kommen laſſen, denn ſonſt wäre zu befürchten geweſen, daß er wieder umge⸗ ſchlagen und aufs Neuebockbeinich geworden wäre.

Weßhalb mußte denn aber um Alles in der Welt willen ſolches Zeug bei Tiſche vorgebracht werden? meinte er zuletzt mit einem tiefen Athemzuge am Billard

Kaffee, liebe Amelie! wisperte die Mutter der Toch⸗

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