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„ hiebe brannten dem Skiutejungen noch immer auf der - Seele, ſo lange bis der Schimpf durch einen neuen Na⸗ r maen abgewaſchen ſein würde. In Zukunft heiße ich Borg 8 — und wenn mein Herr Schwiegervater unſre gegenſeitige Schuld hiemit für quitt und ledig anſehen will, ſo laßt r unns aufs Neue die Gläſer füllen und auf herzliche treue ß Verwandtſchaft und Freundſchaft fürs ganze Leben an⸗ s ſtoßen.“.
d Der Obriſtlieutenant ſah nun ein, daß Borgen⸗
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⸗-⸗ 3 ſtierna ihn gleich beim erſten Zuſammentreffen im Dampf⸗
t, boote erkannt hatte und es kam ihm der Gedanke, daß er
ie e plangemäß darauf angelegt habe, ſeinen bürgerlichen
e Namen mit dem adeligen Namen Dreſſen zu verbinden. 12 Dieß brachte ihn noch mehr auf. Er betrachtete ſich nicht
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nur als gröblich beſchimpft, ſondern glaubte auch noch, er . und ſeine Tochter hätten ſich uber die Beweggründe zu Borgenſtiernas Werbung getäuſcht— deßhalb wies er mit
e, kaltem Stolze den Verſöhnungsbecher zurück und ſagte, ⸗ auf Amelie zeigend:„Alſo um ein nichtsſagendes, in der n Hitze begangenes Unrecht zu rächen, haben Sie ſich in das e, Herz meines Kindes eingeſchlichen, während wir das Ih⸗ g rige zärtlich gewartet und gepflegt haben? In der That, 11 e eine Handlung, wie ſie eines auf der Straße gebornen 1 2 und aufgezognen Edelmanns vollkommen würdig iſt!“ ⸗ Nun war die Reihe zu erblaſſen an Borgenſtierunaäau. n Allein jetzt nahm Amelie das Wort; trotz ſeinem Wider⸗ n ſtreben ergriff ſie ihren Vater bei der Hand und ſagte: ⸗„Nein, lieber Vater, ſo mußt du Jvarn nicht ver⸗ 3 n kennen! Als er mich um mein Jawort bat, theilte er n mir auch zugleich den feſten Vorſatz mit ſeinen Adel niederzulegen, und überließ es mir in dieſem Falle, ob nde ich ſeine Gattin werden wolle oder nicht. So herzlich, n wie ich ihn liebte und verehrte, konnte natürlich dieß 8 1. keinen Einfluß auf mich haben, und ich war glicklich, =⸗ ſeinen Namen zu führen, mochte er beißen, wie er 8¼ 23
Der Skjutsjunge.


