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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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laufe der Jahre zuweilen den gefaßten Entſchluß vergaß, ſo blieb mir doch die Veranlaſſung dazu ſtets gegenwär⸗ tig, und ſpätere Vorfälle haben mich nach reiflicher Ueber⸗ legung beſtimmt, das in Erfüllung zu bringen, was ich mir damals, ohne eigentlich recht zu wiſſen wie, auszu⸗ führen vorgenommen hatte. Ich brauche nichts mehr hin⸗ zuzuſetzen. Ich könnte mich über die Beweggründe zu dieſem Schritte noch weiter verbreiten, allein es genügt an dem, was ich geſagt habe. Der Jüngling iſt nun zum Manne geworden, und des Mannes feſter Entſchluß hat ein Geſuch diktirt, welches auch willfahrt worden iſt. Aſſeſſor Wirén hält die Reſolution in der Hand. Sobald ſein Inhalt verleſen ſein wird, kann und darf der Herr Obriſtlieutenant von Dreſſen, nunmehr mein ſehr verehrter Herr Schwiegervater der feſten Ueberzeugung leben, daß kein Funke von Rachegefühl wegen jener Nacht im Swar⸗ teborger Wald gegen ihn mehr in der Bruſt des nun verſöhnten Skjutsjungen vorhanden iſt. Sei ſo gut und lies jetzt lieber Wirén!

Wirén huſtete ein paar Mal, faltete ein großes Pa⸗ pier aus einander und las laut und vernehmlich:

Seiner Königlichen Majeſtät allergnädigſte Reſolution in Betreff eines von Ivar Borgenſtierna unter⸗

thänigſt eingereichten Geſuchs:wie Se. Majeſtät

in Anbetracht angeführter Umſtände in Gnaden zu erlauben geruhen möchten, daß der Bitſſteller, als geborner Edelmann, ſeinen Adel ablegen, ſo⸗ wie ſich der mit dieſer Würde verbundenen Privi⸗ legien und Vorzugsrechte begeben zu dürfen...

Halt, halt, kein Wort mehr! rief der Obriſtlieu⸗ tenant dazwiſchen; die hohe Röthe, welche während Borgenſtiernas Erzählung abwechſelnd ſeine Wangen