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war auch nicht die geringſte Spur von Unruhe oder Verlegenheit an ihr zu bemerken. Wirén aber, welcher den furchtbaren Sturm ihres Innern mit angeſehen hatte, folgte unmerklich jeder ihrer Bewegungen und freute ſich über die ruhige Haltung und die vollſtändige Ungezwun⸗ genheit, mit welcher ſie dem Manne entgegentrat, der ihr ſo gefährlich geweſen war. Er konnte freilich die Hand nicht auf das Herz ſeiner Gattin legen; ſonſt hätte ihm das heftige, unregelmäßige Pochen deſſelben verrathen, daß bei dieſer Ungezwungenheit die Kunſt eben ſo viel An⸗ theil hatte, als die Natur.
Der jungen Frau Borgenſtierna begegnete Virginia ſogar herzlich, und Amelie konnte ihrer Seits nicht auf⸗ hören, die glückliche Wirkung zu preiſen, welche das Bad auf Frau Wiréns Ausſehen und Stimmung geäußert habe.
„Ja, es iſt etwas ſehr Heilſames um ſo ein Ser⸗ bad!“ bemerkte der Obriſtlieutenant ſehr ernſthaft.„Und Strömſtad namentlich will ich Jedermann rekommandirt haben; es iſt für alle möglichen Schäden gut. Sie wiſ⸗ ſen ja wohl noch, meine Herrſchaften, wie wir uns dort kennen lernten. Wir müſſen wahrhaftig bei Tiſche ein Glas auf Stroͤmſtads Wohl leeren und auf das ſtete Ge⸗ deihen und Blühen des Bades!“
„Das wollen wir nicht unterlaſſen, liebſter Herr Schwiegervater! Vorerſt aber trinken wir eins auf die bürgerliche Selbſtſtändigkeit, die ſich ſelbſt genug iſt, und die Kraft und die Triebfedern zu ihren Handlungen nur in ſich ſelbſt und in keiner andern Quelle ſucht.“
„Ja, ja, das iſt gewiß ein ganz guter Toaſt; in⸗ deſſen ſcheint mir, als ob wir gerade jetzt weniger da⸗ mit zu ſchaffen hätten. Wir hatten ja keinen Reichstag, und ſtreiten für ſonſt keine Intereſſen, als die unſer Vergnügen und unſre Behaglichkeit befoͤrdern,“ meinte der Obriſtlieutenant; man konnte aber wohl merken, daß
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