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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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machte auch der Stolz ſeine Rechte geltend, denn es

Ich glaube nicht, daß du hierin Recht haſt, lieber Ivar. Wenn ich mich nicht irre, ſo könnte die Abſicht deines Aufſchubs mißdeutet werden, und je eher wir da⸗ von ſind, deſto beſſer. Laß aber lieber den Aſſeſſor vor⸗ leſen!

Ja wohl, ſo ſoll es ſein es iſt ohnehin nichts mit dem Aufſchub!

Gegen Ein Uhr kam der Aſſeſſor mit ſeiner Frau an, und mit den herzlichſten Willkommäußerungen um⸗ ringten Röſtorps glückliche Inwohner den Wagen.

Jedermann fand, daß Wireén ſich vollkommen gleich geblieben war, munter, luſtig und herzlich wie immer; über Virginia dagegen waren Alle erſtaunt und entzückt, denn ſie war die Freundlichkeit und Anmuth ſelbſt; über ihr Geſicht und ihr ganzes Weſen, das früher nur un⸗ natürliche Kälte geathmet hatte, war jetzt eine auffallend unendliche Lieblichkeit verbreitet. Zwar lag immer noch ein gewiſſer Stolz in ihrem Auftreten und ihrer ſteifen, aufrechten Haltung, obgleich ſie ſich eifrigſt Mühe gab, gerade das Gegentheil zu zeigen; allein dieß war weit entfernt, einen unangenehmen Eindruck zu machen, denn ſelbſt der Neid mußte bekennen, daß ihr ganzes Ausſehen das Gepräge natürlicher Würde trug.

Ohne Weiteres hatte Virginia in den Wunſch ihres Gemahls, ihn nach Röſtorp zu begleiten, eingewilligt. Da ſie vollkommen überzeugt war, daß Borgenſtierna ihre Schwachheit nicht von Ferne ahne, errang ſie leichter den Grad von Gleichmuth, zu welchem Selbſtbeherrſchung allein nur in ſeltenen Fällen ausreicht; auch wollte ſie ſich nicht mit einem halben Siege begnügen, ſie wollte

ſich des großen Vertrauens ihres Gatten auch würdig

beweiſen..

Virginias Benehmen gegen Borgenſtierna war von der Art, wie es ſich für einen artigen Gaſt, gegenüber von einem zuvorkommenden Wirthe, geziemt. Vielleicht