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Der Skjutsjunge : ein Roman ; vier Theile / von Emilie Flygare-Carlén. Aus dem Schwed. übers. von Carl Stein
Entstehung
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die Honneurs als Wirthin. Sie ſah in ihrem Morgen⸗ Füberrocke von grünem Tibet, dem kleinen Schürzchen und dem Schlüſſelbunde ſo reizend aus, und das weiße Häub⸗

chen mit dem hellen Bande ſtand ihr ſo niedlich, wie

dieß nur immer bei einer hübſchen jungen Frau der Fall ſein kann.

Borgenſtierna konnte kein Auge von ſeinem anmu⸗ thigen Weibchen verwenden, und niemals hatten die hübſchen reinlichen Taſſen ſich ſo gut und appeiittlich ausgenommen wie heute, da ſie von Amelie's Händen geordnet waren, und obgleich er ſonſt gerade den Kaffee nicht ſehr liebte, nahm er doch zwei Taſſen davon, denn in der Art, wie Amelie ihn anbot, lag ſo viel Reiz und Anmuth, daß man ihr unmöglich Etwas abſchlagen konnte.

Frau von Dreſſen lobte das Weißbrod, welches über Alles gehe, was von einem Hauſe ohne Frau zu erwar⸗ ten ſei, und der Obriſtlieutenant hob die Sahne bis in den Himmel: zu Hauſe bekomme er Werktags nichts als die pure Milch, denn ſeine Frau meine, die Sahne könne man vortheilhafter zur Butter gebrauchen.

Borgenſtierna äußerte ſich in keinem Lobe aber er ſah mit groͤßtem Wohlgefallen zu, wie geſchäftig ſich Ame⸗ lie anſtellte, gerade als wenn ſie ſchon Jahr und Tag hier zu Hauſe wäre.

Ich dächte nun, es wäre das Beſte, wenn du, lieber

Ivar mit den Eltern hinunter gingeſt und ihnen Hof und Garten zeigteſt, meinte die junge Frau. Ich habe heute Vormittag noch allerlei zu thun, und Frau Wirén ſoll ſehen, daß jetzt eine Frau in Röſtorp iſt.

Der Vorſchlag ward angenommen. Als ſich Bor⸗ genſtierna unter der Thüre noch einmal umwandte um

von Amelie's lächelnden Lippen noch einen Kuß zu holen,

flüſterte er ihr ins Ohr:Soll ich es heute vorleſen? Ich dächte, wir ſollten den Vater erſt heimiſch werden laſſen.

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